Lieben, Diven & andere Fesseln in Baden

Fünf Operetten, drei Musicals – und eine große, ernste Oper spielt man in Baden 2018/19: „Fidelio“.

Erstellt am 24. April 2018 | 08:17
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Befreit ihren Florestan (Reinhard Alessandri) ab 20. Oktober im Badener Stadttheater aus dem Kerker: Miriam Portmann als Leonore in Beethovens „Freiheitsoper“ „Fidelio“. 
Foto: Lukas Beck

Die Sommerarena bekommt einen Sanierungsplan. Das Stadttheater bekommt eine neue Belüftung. Und das Publikum?

Bekommt endlich wieder einen Beethoven. Und zwar nicht irgendeinen, sondern die „Rettungs- und Freiheitsoper“ mit „trauriger Aktualität“, so Baden-Intendant Michael Lakner: „Fidelio“.

96 Jahre ist es her, dass Beethovens einziges Opernwerk zuletzt im 109 Jahre alten Haus am Badener Theaterplatz gespielt wurde. Höchste Zeit also für eine Neuaufnahme. Die feiert am 20. Oktober Premiere. Und die passt auch perfekt zu Michael Lakners programmatischem Motto für seine zweite Spielzeit: „Freiheit und Gefangenschaft“.

Um Freiheit in der Liebe und im Leben dreht sich auch Oscar Hammersteins „Show Boat“, das Michael Lakner selbst ab 23. Februar in Szene setzt. Und hinter Gittern sitzt auch Terrence McNallys Molina in „Der Kuss der Spinnenfrau“, das Werner Sobotka als Erstaufführung im Badener Stadttheater inszeniert (ab 3. August 2019). In den Hauptrollen: Drew Sarich und Ann Mandrella.

Dazwischen zaubern in Baden die Lehrlinge (ab 17. November und für alle ab 6) und tanzen die Zigeuner (ab 15. Dezember). Dazwischen lässt frau sich scheiden (ab 19. Jänner) und fängt man Vögel (ab 22. Juni in der Sommerarena). Und dazwischen spielt das Badener Bühnenorchester noch sechs Konzerte, von der Saisoneröffnung am 7. Oktober bis zum Musicalkonzert am 15. August.

Auf Tour geht das Badener „Jubiläums-Stadttheater“ in der Wintersaison auch wieder – und zwar nach Melk, Gablitz und St. Pölten. Die diesjährige Sommersaison in der Sommerarena startet dagegen schon am 23. Juni: mit Franz Lehárs „Die lustige Witwe“.

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