Schönborn: "Jubelstimmung" in der Sixtina. Kardinal Christoph Schönborn hat beim feierlichen Te Deum für den neuen Papst Franziskus im Wiener Stephansdom an den "Weißen Rauch" genau eine Woche zuvor erinnert.

Erstellt am 21. März 2013 (10:36)
Es habe "Jubelstimmung" in der Sixtinischen Kapelle geherrscht, als der fünfte Wahlgang die Zweidrittelmehrheit für Kardinal Jorge Mario Bergoglio erbracht habe, erzählte der Wiener Erzbischof am Mittwochabend laut Kathpress bei einem Gottesdienst in Anwesenheit von Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen und dem Kopenhagener Diözesanbischof Czezlaw Kozon.

Papst Franziskus habe betont, dass seine Namenswahl im Blick auf die Armen - in Argentinien und in der Welt -, die Friedenssuche inmitten der vielen Kriege und im Blick auf die Erhaltung der Schöpfung erfolgt sei, wofür ja das Leben Franz von Assisis stehe. Als der Neugewählte nach seiner Wahl als Papstnamen Franziskus angegeben habe, habe er bei Kardinal Odilo Scherer von Sao Paulo "ein Strahlen" gesehen, sagte Schönborn.

Denn er habe kurz vorher - am 3. März - Scherer in Assisi getroffen. Dieser wollte dort ebenso wie er, Schönborn, in der Eremitage des Heiligen Franziskus für die Papstwahl beten. Dabei habe es ein Gespräch gegeben. "Wir haben uns gefragt, warum es eigentlich noch nie einen Papst mit dem Namen Franziskus gegeben hat", berichtete Kardinal Schönborn im Stephansdom.

Als eindrucksvollstes Zeichen nach der Wahl Franziskus' nannte Schönborn dessen Bitte an die Gläubigen vom Balkon des Petersdoms aus, für ihn zu beten und ihn zu segnen, bevor er selber sie segne. Dabei habe sich der Papst auch verneigt, und die zahlreichen Gläubigen auf dem Petersplatz antworteten darauf mit einer tiefen Stille des Gebets, erinnerte der Wiener Erzbischof bei dem Te Deum.