Schutz vor Einbrechern. Durch Sorglosigkeit kann man leicht Einbruchsopfer werden. Deswegen beraten landesweit geschulte Polizisten darüber, wie man Eigenheim oder Betrieb am besten schützen kann.

Erstellt am 18. Juni 2013 (10:21)
NOEN, Wodicka
Ein gekipptes Fenster ist für einen Einbrecher ein leicht zu überwindendes Hindernis, um in ein Objekt zu gelangen.
Der Schreck sitzt vielen noch lange in den Knochen, wenn sie nach Hause kommen und merken: Einbrecher haben ihr Unwesen getrieben. Ein Einbruch ist ein großer Eingriff in die Privatsphäre eines Menschen, weiß auch Landespolizeidirektor Franz Prucher: „Ein Einbruch ist für die meisten Opfer emotional sehr belastend, persönliche Werte sind verschwunden oder kaputt gegangen. Aber in erster Linie ist es das Gefühl, dass jemand Fremder sich im Eigenheim bewegt hat. Das subjektive Sicherheitsgefühl ist verloren gegangen. Das belastet oft mehr als der finanzielle Schaden.“
Im Jahr 2012 wurden 1.660 Einbrüche in bewohnte Einfamilienhäuser, 631 Coups in Wohnungen und 1.636 Einbrüche in Firmen angezeigt. „Das verloren gegangene Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden kann oft zu schweren psychischen Folgen wie Nervosität, Schlafstörungen oder Panikattacken führen. Im schlimmsten Fall wird sogar der Wohnort gewechselt“, weiß dazu der Leiter der Kriminalprävention im Landeskriminalamt Niederösterreich, Andreas Bandion.

Fast jedes Objekt hat Schwachstellen
Fakt ist: Fast jedes Objekt hat Schwachstellen, und diese kennen Kriminelle bestens. „Wer Fenster, Terrasse, Tür oder Garagentor offenlässt, holt sich den Verbrecher selbst ins Haus“, warnt Bandion. Auch nicht gut gesicherte Kellerfenster, Terrassen- oder Nebeneingangstüren und vor allem ein gekipptes Fenster sind für die meisten Einbrecher kein Problem. Um einen Einbruch zu verhindern, sollte man vorsorgen. Denn wer richtig vorbeugt, kann zwar das Letztrisiko nicht ausschließen, aber deutlich minimieren. Wer sein Eigenheim oder seine Firma besser schützen will, sollte daher unbedingt im Vorfeld den Kontakt zur Exekutive suchen und die kostenlose Kriminalprävention in Anspruch nehmen.
Bandion: „In jedem Bezirk gibt es Kriminalpräventionsbeamte, die zum schützenden Objekt kommen und Tipps geben.“ Es wird auf Wunsch auch nach Terminvereinbarung auf der jeweiligen Polizeidienststelle beraten oder es werden Vorträge vor Vereinen oder Firmen gehalten.

NOEN, Gila Wohlmann
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Infos gibt es auf jeder Polizeidienststelle oder beim Landeskriminalamt Niederösterreich, Bereich
Kriminalprävention, 059133/30-3750 oder per Mail an: LPD-N-LKA-Kriminalpraevention@polizei.gv.at.


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