Die Damen im Park. Viele tolle Frauen stehen beim 13. Festival auf der Gästeliste. Gestartet wird am 16. August – mit einer Geigerin.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 13. August 2019 (03:22)
Lacombe
Am 30. August am Klavier: Katia und Marielle Labèque.

So viele waren noch nie da. Im Orchester, besser: in den Orchestern schon. Als Solistinnen manchmal auch. Aber vorne, an der Bühnenkante im Grafenegger Wolkenturm, da standen bei den bisherigen Festivals vor allem Männer.

Heuer ist das anders. Heuer, in der 13. Sommersaison im Grafenegger Schlosspark, gehören der Wolkenturm und das Auditorium – auch – den Frauen. Und die stehen diesmal sogar am Dirigentenpult. Mirga Gražinyta-Tyla , die „wunderbare“ litauische Dirigentin, so Grafenegg-Intendant Rudolf Buchbinder, und mit gerade einmal 26 Musikdirektorin des City of Birmingham Symphony Orchesters, kommt mit eben diesem zum ersten Mal und zu zwei Konzerten nach Grafenegg.

Jansen
Am 29. August am Dirigentenpult: Mirga Gražinyta-Tyla.

Und hat dabei nicht nur Mahlers Vierte und Strawinskys „Feuervogel“ im Gepäck. Sondern auch drei virtuose Solistinnen: Sopranistin Christiane Karg , die Britten singt, und die Schwestern Katia und Marielle Labèque , die Poulenc spielen.

Eine Dirigentin und viele Solistinnen

Tolle Frauen gibt’s beim Festival aber noch viele andere. Gleich bei der Eröffnung am 16. August zum Beispiel, wo Amerikas Star-Geigerin mit koreanischen Wurzeln, Sarah Chang, Vivaldi spielt – und dabei auch gleich Niederösterreichs Tonkünstler von der Geige aus leitet.

Borggreve
Am 5. September an der Bratsche: Tabea Zimmermann.

Oder zwei Tage später, am 18. August, wo Renaud Capuçon mit den Lausanne Soloists Bach spielt und dabei die moldawische Geigerin Alexandra Conunova an seiner Seite hat. Oder in der Woche darauf, wo schon wieder eine Geigerin, die Lettin Baiba Skride, mit ihrer Stradivari Beethovens Violinkonzert musiziert. Oder noch eine Woche später, so Salzburgs Opernstar Genia Kühmeier mit Artist of Residence Peter Ruzicka Strauss’ letzte Lieder singt.

Und am letzten Festivalwochenende im September spielt erst Bratschistin Tabea Zimmermann mit dem Amsterdamer Concertgebouw Bartok, bevor Geigerin Carolin Widmann und Cellistin Marie-Elisabeth Hecker sich zu Brahms’ Doppelkonzert treffen.

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