Späte, verbotene Liebe. "Der letzte Tanz" - Erni Mangold verliebt sich in ihrem neuen Film in einen Zivildiener – der für diese Affäre daraufhin ins Gefängnis muss.

Von Gerti Süss. Erstellt am 16. Juni 2014 (10:06)
NOEN, Stadtkino Filmverleih
Daniel Sträßer als verliebter Zivildiener, Erni Mangold als Demenzpatientin, die durch ihn neuen Lebensmut erfährt.

„Diese Szene war überhaupt nicht schlimm, nur die Vorbereitung war schwierig, weil ich mir dazu so viel überlegt habe. Beim Dreh war’s dann sehr spaßig“, erzählt die 86-jährige Schauspielerin Erni Mangold, über ihre allererste Sexszene in dem Kinofilm „Der letzte Tanz“.

In dem Film von Houchang Allahyari („Ute Bock for President“) spielt Mangold eine demente, bettlägrige Frau, die sich in einen Zivildiener verliebt.

Dieser wird verkörpert von Daniel Sträßer, der bislang nur im Theater aufgetreten ist. „Obwohl es sein erster Film war, war er sehr geschickt. Er ist eben ein hochbegabter Lümmel“, meint Mangold über ihr Filmpendant.

„Der letzte Tanz“ ist aber nicht nur ein Liebesfilm, sondern soll auch Missstände aufzeigen: „Man sieht deutlich, wie sehr das Pflegepersonal überlastet ist“, sagt Mangold. Und natürlich gehe es auch um einen Tabubruch, für den der Zivildiener sogar verhaftet wird, weil die Demenzpatientin von ihrer Familie entmündigt wurde. „Und eine ältere Frau mit einem Jüngeren, das ist sogar heute für viele leider immer noch unverständlich“, meint Mangold.


NÖ-Premiere ist am 17. Juni im St. Pöltner Cinema Paradiso.