Erstellt am 30. Januar 2014, 10:09

Spätestens in drei Minuten am Einsatzort. Flughafenfeuerwehr Wien-Schwechat | Die Betriebsfeuerwehr am Flughafen Wien ist 24 Stunden am Tag im Dienst und zeichnet in hohem Maß für die Sicherheit am Airport verantwortlich.

Die Flughafen-Feuerwehr sorgt 24 Stunden am Tag für Sicherheit.  |  NOEN, Flughafen Wien AG
Als Betriebsfeuerwehr hat die Flughafenfeuerwehr eine Vielzahl an Aufgaben zu erfüllen. Sie ist sowohl für den Brandschutz und die technische Hilfeleistung des Flugverkehrs als auch für sämtliche Gebäude und Anlagen im Flughafenbereich verantwortlich.

So rückt man zu Flugzeugunfällen, -bränden und -bergungen ebenso aus wie zu Gebäudebränden und Verkehrsunfällen am Flughafen-Areal. Außerdem ist man Ansprechpartner in allen Fragen des vorbeugenden und baulichen Brandschutzes und man nimmt die Agenden der Feuerpolizei wahr.

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Das Team der Flughafenfeuerwehr besteht im abwehrenden Brandschutz aus 70 hauptberuflichen und 550 nebenberuflichen Feuerwehrleuten. Mindestens 15 hauptberufliche und 30 nebenberufliche Feuerwehrmänner müssen immer im Dienst sein, heißt: rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Pro Zwölf-Stunden-Schicht ist eine Mindestbesetzung von 13 hauptberuflichen Mitarbeitern vorgesehen.

Die für den Brandschutz von Flugzeugen einzuhaltenden Richtlinien sind von der International Civil Aviation Organisation (ICAO) vorgegeben. Im Annex 14 werden die maßgeblichen Standards, Richtlinien und Empfehlungen für Flughafenfeuerwehren weltweit definiert.

Die Flughäfen werden entsprechend der Größe der an- und abfliegenden Flugzeuge in zehn Kategorien eingeteilt. Der Flughafen Wien liegt in der zweithöchsten Stufe: der Kategorie 9. Das bedeutet: Bei einem Flugnot-Einsatz muss die Flughafenfeuerwehr in der Lage sein, 24.300 Liter Wasser zur Schaumerzeugung mit filmbil-denden Schaummitteln und einer Ausstoßrate von 9.000 Litern in der Minute zum Einsatzort zu transportieren.

In drei Minuten am Brandherd

Die „Eingreifzeit“ darf dabei – ideale Sicht- und Oberflächenbedingungen vorausgesetzt – nicht länger als drei Minuten betragen. Damit die Feuerwehr alle Einsatzorte in der vorgegebenen Zeit erreichen kann, durchziehen eigene Feuerwehrstraßen das Flughafenareal. Schnelllauftore öffnen Wege, die sonst aus Sicherheitsgründen gesperrt sind. Bei den Löschfahrzeugen kommen nur Spezialfahrzeuge zum Einsatz, die individuell nach den Anforderungen der Flughafenfeuerwehr gebaut wurden.

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