Stadt im Mini-Format. Faible für Lego / Aus mehr als 73.000 Legosteinen hat die Familie Heger aus Klosterneuburg- Weidling eine Stadt erschaffen. Mittendrin: Die maßstabsgetreue Weidlinger Kirche.

Erstellt am 09. Dezember 2012 (18:54)
Von Anita Kiefer

Vier Wochen lang hat Heinz Heger mit Frau und Kindern in – fast – jeder freien Minute gebaut. 73.000 Legosteine haben sie verarbeitet, 46 Gebäude aufgebaut und 500 Figuren an ihren Platz gerückt. Das Ergebnis: Eine Miniatur-Stadt auf 30 Quadratmetern, ausgestellt im Ortszentrum von Klosterneuburg-Weidling.

Für Heinz Heger selbst hat die Planung schon vor einem Jahr begonnen. Er entwirft Lego-Eigenkreationen – vom Grundriss am Papier bis zur Umsetzung.

Ein Beispiel: die maßstabsgetreue Weidlinger Kirche. „Die war eine schwere Geburt“, blickt Heger zurück. „Kurz vor dem Ende sind mir die Steine ausgegangen, die ich brauchte. Die habe ich dann aus Holland organisiert.“ Neben der Kirche gab es bei der Lego-Ausstellung ein Riesenrad, ein Karussell, ein Rathaus mit einem Hochzeitspaar davor, ein Geisterhaus, ein Umspannwerk und eine Bank mit Bankomat zu sehen. Auch ein weitläufiges Gleissystem mit Mini-Zügen durfte nicht fehlen.

Die Aufgaben im Hause Heger  sind – zumindest was die Ausstellung betrifft – klar verteilt. Die Eigenkreationen („der Plan ist in meinem Kopf“) sind Papa Heinz’ Gebiet. Die Söhne Georg und Martin (zehn bzw. zwölf Jahre alt) bauen Lego-Sets zusammen. Auch Mama Susanne wurde vom Fieber gepackt, wenn auch mit Verspätung: „Meine Frau war nie fürs Lego-Bauen. Aber 2011 hat sie dann auch mit einem kleinen Bauplan begonnen“, schmunzelt Heinz Heger.

Begonnen hat die Lego-Leidenschaft der Familie im Kinderzimmer des ältesten Sohnes Martin. Dort wurde eine kleine Stadt aus Lego auf drei Tischen aufgebaut, die bei einer Kindergeburtstagsfeier den fesselnden Mittelpunkt einer Schnitzeljagd bot. So war die Idee geboren, die fiktive Lego-Stadt einem großen Publikum zu präsentieren.

Die Planung für die Ausstellung 2013 ist übrigens bereits in den Startlöchern: „Ich werde über Weihnachten mit den Kindern ein Brainstorming machen, wie der Stil bei der nächsten Ausstellung aussehen soll“, erklärt der 50-jährige Familienvater. Im Mittelpunkt soll aber – wie in den beiden Jahren davor – Spiel und Spaß der Kinder stehen.