Mit dem Frosch geehrt. Der Bayerische Rundfunk lobte die „Witwe“, die Saison lief ausgezeichnet, jetzt kommt „Fidelio“.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 11. September 2018 (01:10)
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Michael Lakner, allerbestens gelaunt.
Christian Husar

Er ist ausgezeichnet gelaunt, der Herr Direktor. Immerhin blickt Michael Lakner stolz auf eine äußerst erfolgreiche Sommersaison zurück. Und voll Vorfreude auf die Winterspielzeit.

Also der Sommer. Die Auslastungszahlen der drei Produktionen schrammen deutlich an der 100-Prozent-Marke, für Franz Lehárs „Die lustige Witwe“ hat ihm der Bayerische Rundfunk den Operettenfrosch verliehen – eine Auszeichnung, die seit 2016 an Häuser im deutschen Sprachraum vergeben wird, „für mustergültige, humorvolle, bestbesetzte und sehr aktuell inszenierte Produk tionen“, wie Lakner betont.

Jede Rolle hervorragend besetzt

In Baden ist es sein erster Frosch; als Intendant der Lehár-Festspiele in Bad Ischl hat er schon zwei bekommen. Und eigentlich hätte ihn auch sein „Bettelstudent“ verdient, ist er überzeugt: „Das war eine Modellaufführung, jede Rolle hervorragend besetzt.“

Und dann war noch das Musical „Bonnie & Clyde“, das nicht in der Sommerarena, sondern im Stadttheater aufgeführt wurde – „es gab einfach keine Karten mehr und jeden Abend Standing Ovations, das habe ich noch nie erlebt“.

Aber Lakner schaut auch in die Zukunft. Die Saison beginnt mit der szenisch kaum gezeigten Emmerich-Kálmán-Operette „Kaiserin Josephine“. In Baden wird sie am 7. Oktober als Galakonzert aufgeführt. Besonders begeistert davon ist Kálmáns Tochter Yvonne, die ihr Kommen zugesagt hat.

Die neue Saison startet am 20. Oktober mit Ludwig van Beethovens Oper „Fidelio“, in den Hauptrollen Miriam Portmann und Reinhard Allessandri, inszeniert vom Hausherrn. Michael Lakner verspricht aktuelle Bezüge. „Die Oper ist uns so nahe. Immer mehr demokratisch scheinende Staaten zeigen ihr wahres Gesicht. Ich möchte den Finger in die Wunde legen.“