Thrash Metal von den "Dreschern". Der eine ist Steuerberater, der andere Grafiker. Gemeinsam machen sie mit ganz neuer Metal-Musik Karriere.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 01. September 2014 (09:54)
„Drescher“ im tiefen Wald: Bassist Roland Engel, die Masterminds Gernot Engel und Bernd Wograndl, Drummer Sigi Meier und der serbische Akkordeon-Star Filip Rado (von links).
NOEN, Thomas Gobauer

Hand aufs Herz, wer weiß, was Thrash Metal ist? Die Wortmeldungen halten sich in Grenzen. Fragen wir also Frau Google. „Thrash Metal (trash: dreschen, prügeln) ist eine schnelle, extreme Spielart des Metal, entstanden Anfang der Achtziger.“

Gernot Engel beschreibt es griffig: „Thrash, das sind knackige, besonders schnelle Gitarrenriffs, treibendes Schlagzeug, treibender Bass, sehr rauer Gesang.“ Er weiß, was er sagt. Lange hat er sich in der heimischen Metal-Szene herumgetrieben, genauso wie Bernd Wograndl. Jeder für sich, bis beide 2005 das Thrash-Metal-Projekt „Bleeed“ schufen. „Von dort war es nicht weit bis zu den ,Dreschern’. Es hatte keinen Sinn, die Herkunft zu verleugnen.“

Dem kanadischen Wald entsprungen 

Engel und Wograndl, in oder um Wiener Neustadt zu Hause, bärtig, im Holzfäller-Outfit, noch keine fünfzig, einer Wirtschaftsprüfer, der andere Grafiker. Engel legt bei der Arbeit den Hickoryrstil nicht ab. „Die Kunden lieben mich. Die flüchten, wenn einer im Bankeroutfit kommt.“

2011 formierten sie „Die Drescher“, schufen deutschsprachige Songs, holten mit Sigi Meier einen Top-Drummer, mit Roland Engel einen harten Bassisten und mit dem Serben Filip Rado einen Star am Akkordeon – für den Volksmusikanteil.

Die erst wenige Monate alte erste CD heißt „Erntezeit“ – und liegt auf Hoanzls Hitparade auf Platz zwei!

Noch kennen nicht alle „Die Drescher“, aber wer sie kennt, fährt voll darauf ab. Für Engel und Wograndl hat sich viel verändert. „Wir spielen nur mehr vor Publikum, das uns schätzt. Tolle Konzerte machen, das ist auch unser Ziel. Denn reich werden wir nicht damit.“ In Wiener Neustadt, übrigens, hat sie noch keiner engagiert.

www.diedrescher.com