Globart: Von der Welt und dem Wandel

Erstellt am 23. September 2022 | 05:00
Lesezeit: 3 Min
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Teamwork: Globart-Intendant Jakob Brossmann mit Künstlerin Elisabeth von Samsonow, Globart-Vizepräsidentin Marlene Ropac und Pater Martin Rothen ender vor dem Melker Gartenpavillon, der ab 30. September zum Museum wird.
Foto: Globart
Zum Denken, Reden und Handeln lädt NÖs Zukunftswerkstatt Globart nächstes Wochenende im Stift Melk.
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„Die Lage ist erschütternd.“ Stellt der künstlerische Leiter fest. Und „die Welt macht wirklich Angst – momentan besonders“. Trotzdem oder gerade deshalb muss man darüber reden. Wobei: Das hat Niederösterreichs „Dialog- und Denkwerkstatt“ namens Globart schon seit ihrer Gründung durch Bijan Khadem-Missagh und unter der Leitung von Heidemarie Dobner getan.

Jetzt, mit ihrem neuen Intendanten, Filmemacher Jakob Brossmann, will sich die Akademie „in Richtung eines Festivals“ weiterentwickeln, „noch offener“ werden und vor allem die in den Vordergrund stellen, „die sich engagieren und die neugierig sind“. „ProtagonistInnen des Wandels“ nennt sich das zugehörige Format. Das stellt am 30. September und 1. Oktober gleich vier Protagonist(inn)en vor: eine Gärtnerin, die NÖs Regionalwert-AG gegründet hat, einen Zeithistoriker, der gegen Radikalisierung und Rassismus kämpft, einen Philosophen, der das „Weltklimaspiel“ erfunden hat, und einen Rugby-Trainer, der sich schon als Schüler mit Migrationshintergrund engagiert hat.

Sie alle sind „inspirierende Beispiele“, so Brossmann, dem es nicht „um ein Modell, sondern um den Menschen dahinter“ geht. Und sie alle sind nächstes Wochenende zu Gast im Stift Melk, wenn Globart zu den „Tagen der Transformation“ in den Stiftspark und den Stiftskeller, den Kolomanisaal und den Wirtschaftshof lädt.

Zu Gast sind aber auch weiterhin „die großen Denker und großen KünstlerInnen“, wie Ökonom Jeffrey Sachs , Club of Rome-Mitglied und Psychiater Stefan Brunnhuber oder Philosophin und Künstlerin Elisabeth von Samsonow . Die Wahl-Weinviertlerin wird im Melker Stiftspark am Eröffnungstag auch ihr „Museum des Anfangs“ eröffnen – mit zum Teil ganz neuen Arbeiten und einem „Blick, der weit in die Vergangenheit zurückreicht, aber auch in die Zukunft schaut“.

Im Stift gibt’s zu den Porträts und Gesprächen noch Workshops und Konzerte, Meditationen und Reflexionen und eine Festrede von Autorin und Migrationsforscherin Judith Kohlenberger über „Die Couragierten“. Denn: „Ohne die“, die Zivilgesellschaft, „gäb’s keine Rettung, keine Bibliotheken und keine Donau-Auen mehr“, stellt Jakob Brossmann fest. Und wünscht sich für Globart 2022 „Freude und Kraft“, denn: „Ich glaube, es steht uns ein herausfordernder Winter bevor!“

www.globart.at