Süße Nostalgie. Sommerfestspiele Berndorf / Intendantin Kristina Sprenger gab einen schokoladigen Vorgeschmack auf „Katzenzungen“.

Von Gerti Süss. Erstellt am 29. Januar 2014 (07:00)
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„Pretty Woman“ mit Wiener Schmäh: Hubert Wolf und Kristina Sprenger lassen heuer die Komödie „Katzenzungen“ bei den Sommerfestspielen Berndorf wieder aufleben. Andreas Tischler
NOEN, Andreas TISCHLER
Von Gerti Süss

„Dieses Haus versprüht so viel Nostalgie, da musste einfach ein Wiener Klassiker her“, erklärt Kristina Sprenger, warum sie sich bei den Sommerfestspielen Berndorf für „Katzenzungen“ entschieden hat.

Sprenger als Stupsi: „Die Chemie des Ensembles stimmt einfach“

Die 37-jährige Tirolerin, die man vor allem von „Soko Kitzbühel“ kennt, freut sich auf ihre erste Saison als Intendantin in Berndorf. „Die Chemie des Ensembles stimmt einfach. Das Team ist genial gemischt, von arrivierten älteren Kollegen bis großen Nachwuchstalenten ist alles dabei“, so Sprenger.

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NOEN, Andreas TISCHLER
Sie selbst spiele in dem Stück das Strichmädchen Stupsi – eine Rolle, mit der ihre Lehrerin Elfriede Ott im Jahr 1966 große Erfolge erzielte.

Die Handlung erinnert an ein „Pretty Woman“ der 50er-Jahre und wurde bewusst nicht modernisiert, um die nostalgisch und skurrile Atmosphäre zu erhalten. Einzige Adaptierung: Aus der Familie „Von Raupenstrauch“ wurde die Familie „Von Leschanz“.

Nascherei inklusive: Original-Katzenzungen statt Festpielwein

Grund dafür ist die Kooperation mit Wolfgang Leschanz, dem Hersteller der originalen Wiener Katzenzungen. Dieser verkauft in seinem Geschäft die Berndorf-Edition seiner Schoko-Spezialität, die natürlich auch direkt bei den Sommerfestspielen erhältlich sein wird. „Bei uns gibt es keinen Festspielwein, sondern Schokolade. Das ist doch eine charmante Kooperation“, meint Sprenger.

Als Nachfolgerin von Michael Niavarani tritt Sprenger in große Fußstapfen. „Aber das war eine äußerst freundschaftliche Übergabe. Was will man mehr?“, so der Berndorfer Kulturstadtrat Helmut Wiltschko.

Sprenger ist übrigens eine von nur drei weiblichen Intendantinnen beim Theaterfest NÖ. „Nach 25 Jahren Männerwirtschaft wird es in Berndorf sowieso Zeit für eine Frau“, lacht die Tirolerin, die mittlerweile in Sooß bei Baden wohnt.