THEATER-KRITIK. Niemand soll sagen, dass man im Landestheater St. Pölten nichts für sein Geld bekommt. Satte drei Stunden dauerte am Samstag die Premiere der jüngsten Produk tion, eine Meisterkomödie von William Shakespeare.

Erstellt am 27. Januar 2013 (15:49)
Niemand soll sagen, dass man im Landestheater St. Pölten nichts für sein Geld bekommt. Satte drei Stunden dauerte am Samstag die Premiere der jüngsten Produktion, eine Meisterkomödie von William Shakespeare.
Und dazu wird noch viel geboten. Mit Anne Bennent als Beatrice ein echter Star, eine kräftig aufspielende Balkan-Banda, eine sehr mobile Sperrholz-Dekoration, Souffleuse und Bühnentechniker auf der Bühne tänzerisch unterwegs, viele gut herausgearbeitete Pointen, die manche Längen (kann niemand Don Pedros Jammermonolog zusammenstreichen?) beinahe verzeihen lassen und Regietheater von Roland Koch, wie man es heute eben zu erwarten hat – nur ja keine schönen Bilder oder Kostüme und bitte keine romantischen Stimmungen!
Fazit: Mit Shakespeare kann man fast alles machen – da passt sogar eine schrille, schräge Revue. -tj-