Sommerkinos in NÖ: Termine und Standorte. Mitsingen, hinradeln, überraschen lassen – die Sommerkinos in ganz Niederösterreich starten.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 30. Juni 2020 (07:50)
Eine Tribüne wie letztes Jahr gibt es heuer am St. Pöltner Rathausplatz aufgrund der Sicherheitsbestimmungen nicht, ein reichhaltiges Film- und Kulturprogramm dagegen schon. Und das an allen Standorten von Niederösterreichs Sommerkinos.
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„Wir haben schon nicht mehr damit gerechnet“, heißt es beim Kremser Open Air Kino beim Kesselhaus. Geglaubt hätten es viele andere Veranstalter auch nicht mehr, aber Corona hin oder her, die Sommerkinos können beginnen.

An zahlreichen Standorten in ganz Niederösterreich startet mit dieser Woche unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen zum 15. Mal die Sommerkino-Saison unter dem Dach der Initiative „Sommerkino NÖ“. Was sich alles ändert, wann und wo gespielt wird und welche Filmklassiker und Highlights des kulturellen Rahmenprogramms sich Besucher nicht entgehen lassen sollten, weiß die NÖN. Denn, ob im Zirkuszelt wie in Bad Fischau-Brunn oder unter dem Sternenhimmel wie vor der mittelalterlichen Kulisse der Stadtmauer in Eggenburg, die Standorte (siehe Infos unten) bieten ein abwechslungsreiches Ambiente und ein vielfältiges Programm.

Besonderheiten und Programmhighlights

Niederösterreichs größte Open Air Kinos, das Kremser Open Air Kino im Kesselhaus und das Open Air Kino am St. Pöltner Rathausplatz, machen morgen, am 2. Juli den Anfang. In St. Pölten geht es mit dem Mitsingkino rund um den Filmklassiker „Im weißen Rössl“ los. Heuer neu in der Landeshauptstadt: Ein „Fahrradkino“ mit genug Stellplätzen, bei dem immer dienstags Filme rund ums Rad gezeigt werden und kleine Reparaturen möglich sind. Neu ist heuer auch das „Netzhaut Filmfestival“ in Wiener Neustadt unter der Leitung von Katharina Stemberger und Fabian Eder. Das erste Mal wagt sich heuer auch Pernitz an ein Sommerkino.

Unter den Filmhighlights: Jörg Burger feiert am 19. Juni die Niederösterreich-Premiere seines neuesten Films „Elfie Semotan, Photographer“ beim Sommerkino in Krems. Und auch Johanna Moders international ausgezeichnete Tragikomödie „Waren einmal Revoluzzer“ ist vor seinem offiziellen Kinostart in Krems und in Waidhofen/Thaya zu sehen. Auch österreichische Dokus wie „Die Dohnal“ und „Rettet das Dorf“ oder „But Beautiful“ gibt es in Krems zu sehen.

Neben alten und neuen Filmen bieten einige Standorte auch ein kulturelles Rahmenprogramm. So wird etwa in Groß Gerungs an beiden Tagen ein Überraschungs-Kurzfilm vor dem Hauptfilm gezeigt und ein Live-Konzert veranstaltet. Auch St. Pölten bietet wieder Live-Konzerte und Kabarett mit Größen wie Manuel Rubey und Thomas Stipsits. Zu sehen gibt es am 5. Juli auch eine Weltpremiere mit Ernst Molden und Ursula Strauss, die ihr gemeinsames Album „Wüdnis“ präsentieren.

Sicherheit geht vor: Das ist heuer anders

Weniger Sitzplätze mit mehr Abstand heißt es an vielen Standorten, die Zuschauertribüne in St. Pölten und die freie Sitzplatzwahl in Krems und dort auch gleich die offizielle Eröffnung fallen dieses Jahr weg. Bei Ticketbestellungen müssen an einigen Standorten die Daten angegeben werden, damit Besucher im Falle einer Infektion benachrichtigt werden können. Wer nicht überdacht ist, der sagt bei Schlechtwetter ab, ausweichen in Innenräume ist wegen der Abstandsregelung oft nicht möglich.

Einige etablierte Standorte mussten dieses Jahr gehörig umplanen. Anstelle des Mythos Film Festivals finden zum Beispiel heuer die Mythos Film Tage als kleineres Format statt. Das Open Air des Cinema Paradiso in Baden wird es wieder mit freiem Eintritt geben, das Programm wird im August veröffentlicht.