Erstellt am 10. Januar 2017, 01:18

Neues Stück „Sieben Sekunden Ewigkeit“ feiert Premiere. Peter Turrinis neuestes Stück „Sieben Sekunden Ewigkeit“ über die Schauspielerin Hedy Lamarr feiert Premiere.

Peter Turrini.  |  Astrid Bartl

Hollywoodschönheit, Film-Ikone und Erfinderin. Eine siebensekündige Nacktszene im österreichischen Film „Extase“ machte Hedy Lamarr unsterblich. 1933 die erste ihrer Art. Dass sie als Erfinderin die Handytechnologie mitbegründete, geriet in Vergessenheit. Peter Turrini – Preisträger des NÖN-Leopold – hat über die Österreicherin ein Theaterstück geschrieben, das nun im Theater in der Josefstadt uraufgeführt wird. Darin begibt sich Turrini auf die Suche nach dem Wesen der Hollywoodschönheit. „Hedy Lamarr scheint vom Glück begünstigt zu sein“, sagt er, „sie landet aber stets im Unglück. Sie ist die schönste Frau der Welt und entstellt sich, je älter sie wird, mit Schönheitsoperationen.“

Hedy Lamarr lebte mit ihrem ersten Mann in Schwarzau im Gebirge (Bezirk Neunkirchen), fünf weitere Männer folgten. „Sie sehnt sich nach Zugehörigkeit und wenn sie sie gefunden hat, zerstört sie sie“, erzählt Turrini. Lamarrs widersprüchliches Wesen fasziniert den Erfolgsautor. Auf sieben Sekunden ihrer Karriere und auf ihr Aussehen reduziert, wurde ihr „technisches Genie“ kaum wertgeschätzt. In seinem Stück folgt Turrini aber bewusst nicht ihrer realen Biografie. „Es ist wie immer in meinen Stücken: Vorfindungen und Erfindungen mischen sich.“

Die Hedy Lamarr im Theaterstück wehrt sich: „Wenn jemand mein Leben erfindet, dann bin ich es.“