Verkuppler für Bands & Events. Eine Initiative des Landes NÖ fördert zeitgenössische Musiker, indem sie Veranstalter unterstützt.

Von Gerti Süss. Erstellt am 07. April 2014 (11:46)
Das Ensemble »Xnund« tritt als nächstes über »Musik aktuell« auf - und zwar am Samstag um 20 Uhr, im Salzstadl Krems.
NOEN, www.manfredweis.com
Von Gerti Süss

Vor allem kleinen Veranstaltern fällt es oft nicht leicht, die Kosten für Live-Musik zu tragen. Deswegen hat das Land NÖ die Initiative „Musik aktuell“ ins Leben gerufen, die zeitgenössische Musik fördern soll, in dem sie für die Hälfte der Künstlergage aufkommt.

Plattform für Veranstalter und Musiker

„Wir sind vielmehr eine Plattform zur Vernetzung als eine Förderstelle“, so Gottfried Zawichowski, Leiter der Trägerorganisation Musikfabrik NÖ. 1.210 Konzerte hat „Musik aktuell“ seit 1997 unterstützt. Das Grundprinzip hinter der Initiative: Musiker und Musikgruppen können sich unter musikfabrik.at kostenlos für „Musik aktuell“ anmelden.

Jedes Jahr gibt es einen „Artist in Residence“, der aus dieser Datenbank, die über 1.000 Künstler umfasst, zu einem bestimmten Motto Musiker auswählt und sie den Veranstaltern vorschlägt. Gleichzeitig können sich auch Veranstalter selbst an die Musikfabrik NÖ wenden, wenn sie auf der Suche nach Künstlern sind, und sich beraten lassen.

115 Konzerte in ganz Niederösterreich

Die Veranstalter erhalten aus dem Fördertopf die Hälfte der Künstlergage retour. Auch das Publikum kann von dieser Förderschiene profitieren: So finden alleine heuer 115 Konzerte in ganz NÖ statt, die ohne „Musik aktuell“ womöglich gar nicht finanzierbar wären.

„Artist in Residence“ ist heuer der Trompeter Alois Aichinger, der unter anderem für seine LA Bigband bekannt ist. Er hat die Künstler, die heuer an insgesamt 40 Spielstätten auftreten, nach dem Motto „Groove“ ausgewählt.

Das Programm für 2015 wird übrigens jetzt gerade kuratiert. Noch bis Anfang Juli sucht Ö1-Musikexpertin Irene Suchy als nächster „Artist in Residence“-Künstler für das Motto „Vom Entdecken der Hände“. Ab Herbst können Veranstalter dann wieder aus dem Musikerpool wählen.