Peter Gruber & die Nestroy-Spiele Schwechat: „Nur Ruhe gibt’s keine!“

Erstellt am 30. Juni 2022 | 05:38
Lesezeit: 2 Min
Inszeniert heuer seinen 50. (!) Nestroy im Schwechater Schloss Rothmühle: Peter Gruber (75).
Inszeniert heuer seinen 50. (!) Nestroy im Schwechater Schloss Rothmühle: Peter Gruber (75).
Foto: Nestroy-Spiele Schwechat
Intendant und Regisseur Peter Gruber über Jubiläen, Ängste und seinen (vorläufig) letzten Nestroy.
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Angefangen hat es als Straßentheater. Da gab es in NÖ gerade mal „drei, vier“ Sommertheater. Und in Schwechat? „Wollte ich nach drei Jahren schon wieder aufhören“, erinnert sich Peter Gruber. 50 Jahre später („das erschreckt mich eher“) feiert der Schauspieler, Regisseur und Intendant, der im September 76 wird, nicht nur Jubiläum. Sondern auch Abschied. „Ich werd’ aufhören, mit dem Inszenieren – zumindest versuch’ ich’s!“

Davor gibt’s ab Samstag den 50. Nestroy in der Rothmühle. Wobei: „Der Nestroy ist mir passiert.“ Genauso wie das Inszenieren. „Ich hab’ mich über manche Regisseure so geärgert, dass ich’s selber machen wollte“, so der Großneffe von Theaterikone Gustav Gründgens. Und auch wenn da heuer „Nur Ruhe“ am Programm steht: „Ruhe gibt’s keine, das ist ja der Schmarr’n!“

Stattdessen ein selten gespieltes Stück und „nicht irgendeine Unterhaltung jenseits der Gegenwart“. Und: viele Sorgen. Mit dem Papier, dem Holz, der Pandemie. Das mache das Ganze „stiller“ und die Ängste „ein bisschen größer“. Gefeiert wird trotzdem – am 6. August, nach dem letzten Spieltag.

www.nestroy.at