Beethoven Frühling: Vom Netz ins Beet. Neue Gäste, neue Formate, neue Jubilare beim zweiten Beethoven Frühling ab 7. Mai.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 30. April 2021 (03:00)
Bittet ab 7. Mai wieder zu Beethoven und mehr: Pianistin Dorothy Khadem-Missagh.
Shirley Suarez

„Wir halten uns ganz an Beethoven“, verspricht Dorothy Khadem-Missagh. Und will auch in der zweiten Ausgabe ihres jungen Beethoven Frühlings „dem Schicksal in den Rachen greifen“.

Schon 2020 habe das frisch gegründete Festival noch vor seinem ersten Konzert „einen anderen Weg gefunden“. Und zwar ins Netz, statt in die Konzertsäle. Diesen Weg will man heuer „mit voller Überzeugung fortsetzen“, so die Badener Pianistin. Und hat gerade das Programm für die zweite Saison vorgestellt.

Die startet dort, wo auch die erste nach acht Online-Konzerten endete: im Netz. Und zwar am 7. Mai. Insgesamt sechs Konzerte hat Festivalgründerin Dorothy Khadem-Missagh jeweils wöchentlich am Freitag geplant. Mit Beethoven („der kommt natürlich heuer auch vor“), aber auch mit Mozart und Brahms, Piazzolla und Zemlinsky („zwei diesjährige Jubilare“). Mit Spielorten mit Beethoven-Bezug, wie dem Congress Casino Baden oder dem Schlosspark Gneixendorf, aber auch einem „Wiener Neustadt-Schwerpunkt“.

Und mit Gästen vom Oberton String Octet über das Selini Quartett und das Trio Vision bis zu Crossover-Cellist Matthias Bartolomey & Philharmoniker-Klarinettist Matthias Schorn, Star-Percussionist Pascal Schumacher und dem Volks-Welt-Musik Ensemble Federspiel – zum Festivalschluss am 6. Juni. Wobei die beiden Junikonzerte gleich im Freien statt im Netz geplant sind, etwa im Wiener Neustädter Bürgermeistergarten.

Geplant sind heuer aber auch neue Formate. Um „Publikum und Künstler wieder näher zueinander zu bringen“, bittet Dorothy Khadem-Missagh direkt nach den (Online-)Konzerten ins (Online-)Künstlerzimmer, „um zu plaudern“. Und geplaudert wird auch im neuen Podcast, und zwar mit Star-Kabarettist Michael Niavarani. „Wir haben schon im Vorjahr erfolgreich Anpassungsfähigkeit und Kreativität bewiesen“, meint die Festivalleiterin, die den Frühling im Festivalnamen auch als „frischen Wind“ verstanden wissen will. Denn: „Absagen gibt es derzeit schon genug!“

www.beethovenfruehling.at