Sechstes Herbstfestival: Kultur fürs Herz. Zwölf „kleine Diamanten“ an zwölf auch geheimen Orten bringt Ursula Strauss’ sechstes Herbstfestival.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 12. September 2017 (01:18)
Matejschek
Am Donauufer spielt Ursula Strauss’ „Wachau in Echtzeit“ zwar nicht. Dafür auf Burgruinen, in Schlosskellern, in Barockhöfen, auf Weingütern oder in Mittelalterkirchen – und das mit „offenen Augen und offenen Herzen“.

Groß sind sie wirklich nicht, die Orte, wo das kleinste und feinste Herbstfestival an der Donau spielt. Die Kremser Minoritenkirche und die Mauterner Römerhalle sind da noch die größten.

Und sonst? Spielt man in einem Rittersaal, in einem Kellergewölbe, in einem Ratssaal, in einer Tischlerei. Und, zum ersten Mal heuer, im „Hinterzimmer“ eines Wirtshauses und im Bibliotheksgewölbe einer Wallfahrtskirche.

Überall dort gibt’s von 27. Oktober bis 2. Dezember „Wachau“. Und zwar „in Echtzeit“. So hat Ursula Strauss vor zehn Jahren ihr erstes, kleines Herbstfestival an der Donau getauft. Und so spielt der TV- und Kino-Star auch heuer wieder – einmal solo, einmal „mit Herrenchor – das kann vielleicht auch was“. Und zehnmal als künstlerische Leiterin hinter den Kulissen.

„Das große dramaturgische Konzept ist das Telefonbuch von Ursula Strauss!“ „Wachau in Echtzeit“-Koordinator Alexander Hauer

Als solche hat die gebürtige Pöchlarnerin wieder alte Bekannte eingeladen. Wie Schauspieler und Klarinettist August Zirner, „der schon einmal da war“, und der zum diesjährigen Auftakt mit seinem Spardosen-Terzett wiederkommt, mit „Frankenstein“ auf der Burgruine Aggstein. „Das wird spooky!“

Oder „Schnell ermittelt“-Kollege Wolf Bachofner, der wieder mit Bela Koreny und Katharina Strasser nach Spitz kommt und Wiener Lieder nicht nur für Anfänger singt (und jetzt schon ausverkauft ist!). Oder Norbert Hauer, der wieder durchs Stift Dürnstein führt, und Michael Strauss, der mit seiner Schwester und dem Herrenchor musiziert. „Die Familie“ steht also auch am Programm (Strauss: „Aber nur, wenn sie gut ist!“). Und noch eine ganze Reihe „neuer“ Freunde.

Robert Palfrader improvisiert zum ersten Mal bei „Wachau in Echtzeit“ in Nassim Soleimanpours „Blank“, Linde Prelog reimt Tierisches, begleitet vom Damencelloquartett Extracello, Helmut Bohatsch („auch ein toller Kollege“) singt mit Paul Skrepek „Auf da Wöd“. Und: Boris Bukowski gibt sich mit „Stories & Songs“ zum Festivalschluss in der Melker Tischlerei die Ehre.

Davor gibt’s im Weingut in Oberfucha Honigmachen für kleine und in der Römerhalle in Mautern „Amour Hatscher“ für große Damen (und Herren). „Kleine Diamanten“ für alle. Und schon im Vorfeld nur Komplimente, etwa von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner („Das ist ein Kleinod im Quadrat!“). Start: 27. Oktober, 19.30 Uhr, Burg Agg stein. www.wachauinechtzeit.at