Studie über Nutzen von Kunst. Eine neue Studie präsentiert aktuelle Zahlen über den Sinn von Investitionen in kulturelle Projekte.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 20. Juni 2017 (00:41)
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Symbolbild

Die Frage ist nicht nur in Österreich sehr beliebt: Wozu brauchen wir das?

Im Fall von Projekten in Sachen Kunst und Kultur gibt es viele Antworten. Eine davon ist: Weil damit gutes Geld gemacht werden kann. Das zeigt eine Studie des Economica-Instituts für Wirtschaftsforschung über die volkswirtschaftlichen Effekte von Kunst und Kultur in Niederösterreich.

Um die trockenen Zahlen vorwegzunehmen. In den vergangenen 25 Jahren sind in Niederösterreich 300 Millionen Euro in die kulturelle Infrastruktur investiert worden, das Kulturbudget selbst hat sich in dieser Zeit von 36 auf 127 Millionen Euro pro Jahr verdreifacht. Was damit geschaffen wurde, von Grafenegg über die Kunstmeile Krems bis zum Kulturbezirk St. Pölten, sei im Land gut angenommen worden, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Präsentation der Studie: „Acht von zehn Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern sagen, dass ihnen Kultur ein wichtiges Anliegen ist.“

Aber es geht eben nicht nur um Befindlichkeiten, es klimpert auch in der Kasse.

Jeder Euro an öffentlicher Förderung löst nämlich zusätzlich eine Investition von weiteren 1,5 Euro aus. Insgesamt bringen Kunst und Kultur in Niederösterreich eine Wertschöpfung von 1,1 Milliarden Euro, davon für den Tourismus eine Wertschöpfung von 208 Millionen Euro. Mindestens so erfreulich: Damit wurden in Niederösterreich 25.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Bemerkenswert und allen Bürgermeistern ins Stammbuch geschrieben: Gemeinden mit Ausstellungszentren weisen ein dreimal so hohes Wachstum der Nächtigungszahlen im Vergleich mit dem Durchschnitt aus. So viel zu der Frage: Wozu brauchen wir das?