Wiener Filmmusik-Preis 2011 für Florian Hecher. Der "Atem des Himmels" brachte den Geruch des Erfolges: Der erst 20-jährige Filmkomponist Florian Hecher ist der Gewinner des Wiener Filmmusik Preises 2011. Der Niederösterreicher nahm die mit 7.000 Euro dotierte Auszeichnung am Samstagabend im Porgy&Bess für seine Neuvertonung einer Szene aus Reinhold Bilgeris Film "Der Atem des Himmels" entgegen.

Erstellt am 18. September 2011 (14:08)
Die Verleihung im Rahmen der "Film Composers' Lounge" stellte den Auftakt zu den "International Film Music Days Vienna" dar, in deren Rahmen bis 23. September ein Symposium, eine dreitägige Academy und nicht zuletzt die Filmmusikgala "Hollywood in Vienna" im Konzerthaus stattfindet. Der bundesweit ausgeschriebene Kompositionswettbewerb, der vom Österreichischen Komponistenbund durchgeführt wird, richtet sich an alle Musikschaffenden der Alpenrepublik und will filmmusikalische Nachwuchstalente aufspüren. Hecher konnte dabei mit seiner Komposition für Solovioline, Celesta und 6 Violoncelli die internationale Jury für sich gewinnen. Der junge Musiker studiert Instrumental- und Gesangspädagogik sowie klassisches Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Der Niederösterreicher erstellt außerdem Soundtracks für Computerspiele, gibt Unterricht in Klavier und Jazz, den er auch im Rahmen von Veranstaltungen spielt. Auf dem zweiten Platz des Wettbewerbs kam der 18-jährige Markus Zierhofer zu Liegen, der dritte Platz ging an Stefan Höll und Belush Korenyi für eine gemeinsame Komposition. An Rocco Prumer ging ein Anerkennungspreis, wobei sich alle vier über Sachpreise der Vienna Symphonic Library freuen dürfen. Ein weiterer Höhepunkt der "Film Composers' Lounge", die ansonsten mit zahlreichen Liveacts, darunter von Naked Lunch oder Herbert Tucmandl aufwartete, stellte die doppelte Ehrung für Peter Zwetkoff dar, wobei Regisseur Peter Patzka die Laudatio auf den Filmkomponisten hielt. Stellvertretend für ihren Mann nahm Renate Zwetkoff das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich sowie den von der Filmakademie Wien verliehenen Billy Wilder Award entgegen.