Wrabetz ist alter und neuer ORF-Generaldirektor. Alexander Wrabetz ist am Dienstag erwartungsgemäß als ORF-Generaldirektor bestätigt worden. Beim Wahlgang am Nachmittag erhielt er 29 von 35 Stimmen im ORF-Stiftungsrat und somit eine satte Mehrheit. Sechs Stiftungsräte enthielten sich der Stimme. Nach dem langjährigen General Gerd Bacher ist Wrabetz erst der zweite Amtsinhaber an der Spitze des Öffentlich-Rechtlichen, dem eine Wiederwahl gelingt.

Erstellt am 09. August 2011 (16:42)

Alexander Wrabetz ist am Dienstag erwartungsgemäß als ORF-Generaldirektor bestätigt worden. Beim Wahlgang am Nachmittag erhielt er 29 von 35 Stimmen im ORF-Stiftungsrat und somit eine satte Mehrheit. Sechs Stiftungsräte enthielten sich der Stimme. Nach dem langjährigen General Gerd Bacher ist Wrabetz erst der zweite Amtsinhaber an der Spitze des Öffentlich-Rechtlichen, dem eine Wiederwahl gelingt.

Seine zweite Amtsperiode erstreckt sich von Jänner 2012 bis Dezember 2016. Das neue Direktionsteam wird im September bestellt, der Stiftungsrat beschließt am Dienstag die entsprechende Ausschreibung. Einige Namen wie etwa jener von Richard Grasl, Kaufmännischer Direktor, sowie Karl Amon (Radio), gelten bereits als fix.

Die Enthaltungen beim ORF-Wahlgang am Dienstag kamen vom unabhängigen Stiftungsrat Alexander Hartig und fünf Stiftungsräten aus dem Kreis der ÖVP, namentlich Franz Medwenitsch, Bernadette Tischler, Gerhard Tötschinger, Rainer Rößlhuber und Franz Krainer. Gegenkandidat Christian Wehrschütz erhielt kein einziges Votum. Im Jahr 2006 war Alexander Wrabetz (51) mit 20 Stimmen zum ORF-Chef gekürt worden.

SPÖ-Medienstaatssekretär Ostermayer gratulierte dem bestätigten ORF-Chef ebenso wie SPÖ-Klubobmann Cap. ÖVP-Generalsekretär Rauch betonte, Wrabetz müsse "seine neue Amtszeit nutzen, um den ORF zu einem tragfähigen Unternehmen zu machen". BZÖ-Mediensprecher Petzner gratulierte Wrabetz und wies auf die anstehenden Herausforderungen für den ORF hin. Ähnlich der Grüne Mediensprecher Brosz, der betonte, dass es nun für den ORF und Wrabetz gelte, der fortgesetzten, versuchten politischen Einflussnahme von Rot und Schwarz zu begegnen. Die FPÖ wollte den Ausgang der ORF-Wahl zunächst nicht kommentieren.