Ein Preis, der Mut für die Zukunft macht. Thomas Jorda über den großen Literaturbewerb von Forum Land. Ein junger Preisträger erweist sich einmal mehr als besondere Hoffnung.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 15. August 2017 (02:32)

Seit fünfzehn Jahren schon veranstaltet das
Forum Land einen Literaturpreis. Die Statistik kann sich sehen lassen: Bisher haben rund 2.800 Autorinnen und Autoren mehr als 5.300 Manuskripte eingereicht.

Das wundert nicht, denn das Preisgeld ist anständig und die Möglichkeit attraktiv, auch ohne Preis in der jährlich gedruckten Anthologie vertreten zu sein. Aber das allein macht den Erfolg nicht aus. Er ist Zeichen dafür, dass der Wunsch vieler Menschen, sich schriftlich auszudrücken, ungebrochen, mehr zu- als abnehmend ist. Sie wollen Geschichten erzählen, Botschaften geben, Erinnerungen festhalten. Der langjährige Juryvorsitzende und „Polt“-Autor Alfred Komarek ist diesbezüglich Vorbild.

Gerade in den ersten Jahren des Literaturpreises wurde seine Sinnhaftigkeit immer hinterfragt. Inzwischen steht er außer Frage. Und immer wieder wird er bestätigt.

Am Donnerstag feierte ein Theaterstück des 25-jährigen Mistelbachers Mario Wurmitzer im Thalhof in Reichenau an der Rax Premiere. Regisseurin war keine Geringere als Anna Maria Krassnigg, Professorin am Max-Reinhard-Seminar und mit dem Salon5 eine wichtige Theatermacherin in Österreich.

Das Publikum war hoch zufrieden, der Erfolg groß, und der junge Autor erwies sich wieder als beeindruckende Hoffnung.

Nicht erst seit vergangener Woche. In seinem Lebenslauf findet sich der Hinweis, dass er 2013 den ersten Preis im Literaturbewerb von Forum Land zugesprochen bekommen hat.

Kein Zufall also, wer da Preisträger ist. Dort ausgezeichnet zu werden, das ist ein mutmachendes Zeichen, dass man als Autorin oder Autor auf dem richtigen Weg ist.