Geld regiert die Welt und oft die Kunst. Thomas Jorda über die neue Studie zur Wertschöpfung der Kunst in Niederösterreich. Das ist kein elegantes Thema, aber dennoch sehr wichtig.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 20. Juni 2017 (02:55)

Money makes the world go round. Man kann es auch auf Deutsch sagen: Geld regiert die Welt. Oder wienerisch: Ohne Geld ka Musi.

Geld also, der zweitwertvollste Saft dieser Welt, das manches Mal nicht einmal darauf Rücksicht nimmt, dass Blut noch wichtiger ist. Stellt sich die Frage, wie wichtig Geld für die Kunst ist. Manche meinen, gar nicht so. Viele der ganz großen Werke wurden von Menschen geschaffen, die sich nicht die Butter aufs Brot, meistens nicht einmal das Brot selbst leisten konnten. Bloß ist das keine allgemeingültige Regel; nicht nur Bedürftige haben in der Geschichte der Menschheit Bedeutendes geschaffen, da waren auch, wie man im Volksmund sagt, Gestopfte darunter.

Was will uns also die jüngste Studie über die Wertschöpfung durch die Kunst sagen?
Sicher nicht, dass Geld immer schon Kunst garantiert oder Kunst jedes Mal Geld schaffen muss. Dieser Gedanke wäre zu kurz gedacht. Aber genauso wenig macht Sinn: Hungert, liebe Kunstschaffende, ihr werdet nur besser!

Die Kraft der Kunst befördert das Wohl ergehen der Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig, dass die öffentliche Hand die Kunstschaffenden und die entsprechende Infrastruktur unterstützt. Wenn dabei das investierte Geld noch vermehrt wird und wieder zurückfließt, freuen sich die Steuerzahler. Na, schlecht?