Jubel & Elend: Nur noch zwei Wochenenden. Thomas Jorda über das Ende des Ersten Weltkrieges, dessen 96. Jahrestag in den November fällt und das Ende der Schau auf der Schallaburg.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 27. Oktober 2014 (10:29)

Gar nicht wenige Landsleute denken an den „3. November 1918“, wenn vom Ende des Ersten Weltkrieges die Rede ist. Das hat mit dem gleichnamigen Theaterstück von Franz Theodor Csokor und der ebenso prägenden Verfilmung des Stoffes zu tun, dessen Basis der Waffenstillstand von Villa Giusti ist. Tatsächlich endete der Krieg am 11. November 1918 mit dem Waffenstillstand von Compiègne, der Kapitulation der Mittelmächte.

Wer noch vor Jahresfrist geglaubt hat, der Große Krieg würde zum Renner des Jahres werden, wenigstens in Sachen Erinnerungskultur, war ein großer Optimist. Aber Recht hatte er. Bücher, Artikel, Sendungen sonder Zahl haben sich hundert Jahre nach Beginn des Waffengangs intensiv mit Ursachen, Geschehen und Auswirkungen beschäftigt. Und noch ist kein Ende abzusehen.

Dafür naht das Ende der exzellenten Ausstellung „Jubel & Elend“. Sie schließt am 9. November, fast auf den Tag genau 96 Jahre nach Kriegsende. Für schwache Rechner: Nur noch zwei Wochenenden stehen zum

Besuch der Schallaburg zur Verfügung. Wer bis jetzt noch nicht dort war, sollte eine der letzten Chancen unbedingt nützen!