Erstellt am 17. Januar 2017, 00:54

von Thomas Jorda

Neue Methode: Wenn viele wenig geben. Thomas Jorda über die Frage nach der Finanzierung. Immer öfter werden auch Projekte in der Kunst über Crowdfunding ermöglicht und betrieben.

Anderswo auf der Welt ist es schon lange ein beliebtes Mittel zur Finanzierung. Jetzt setzt sich Crowd funding, zu Deutsch Schwarm finanzierung, auch bei uns durch. Nicht nur, aber auch bei Kunstprojekten. Wer eine gute Idee, aber kein Geld, kaum Subventionen und schon gar keinen Kredit hat, der kann sich via Internet Mittel über viele Kapitalgeber besorgen. Er muss sie nur überzeugen, wenigstens ein paar Euro springen zu lassen.

Eigentlich ist jede Subvention Crowdfunding – schließlich wird die öffentliche Hand auch von vielen Steuerzahlern ausgestattet. Doch während hier Bestimmungen, Beamte und Politiker entscheiden, wer was bekommt, befindet das beim Crowdfunding die Basis.

Was nicht heißt, dass es da keine Regeln gibt. Ganz im Gegenteil. Wer zum Beispiel zu viel will und zu wenig einnimmt, bekommt gar nichts. Jeder, der Crowdfunding betreibt, muss also gute Argumente haben, darf nicht gierig sein und Präsente bieten. Etwa ein eigens geschaffenes T-Shirt pro 50 Euro.

Mit Crowdfunding werden Ideen schlagend, die der direkten Demokratie entsprechen. Damit allein wird die Kunst nicht gerettet. Die öffentliche Hand wird diesbezüglich ihre Bedeutung nicht verlieren. Aber so ein basisdemokratisches Korrektiv hat durchaus Charme. Und sagt viel aus, was die Menschen wollen.