Strom statt Staub für Kunst und Co.. Michaela Fleck über Tablet, Smartphone und andere virtuelle Realitäten, die längst auch in (Nieder-)Österreichs Museumshäusern Einzug halten sollten.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 05. September 2017 (03:00)

Saurier gibt’s keine in Niederösterreichs Museen. Mammuts schon eher. Und was, wenn die „lebendig“ würden? Fleisch und Fell bekämen? Sich gar bewegten? Was, wenn Handys zu Lupen, Tablets zu Bücherregalen und Uhren zu Führern würden? Wenn Tische auf Berührung und Objekte auf Bewegung reagierten? Und wenn die museale Realität sich mit dem virtuellen Weltall vernetzte?

Dann wäre der Staub hinausgeblasen aus den Häusern der Kunst und des Wissens. Dann wäre die Schwelle, die für manche junge Gäste noch immer zu hoch ist, um sich ohne Schulklasse im Nacken hineinzuwagen, abgetragen. Dann wäre das Museum das, was es sein soll: ein Haus der Begegnung.

Wie das geht? Das zeigt das europaweite Forschungsprojekt, das St. Pöltens Fachhochschule heuer gestartet hat. Und das bis 2019 ein Modell entwickeln will, wie virtuelle Realität und smarte Interaktivität im Museum geht – mit eigenem Smartphone. Das St. Pöltner Museum Niederösterreich, das dieses Wochenende um das Haus der Geschichte erweitert wird, steht schon auf der Forschungsliste. Das Kremser Karikaturmuseum oder das Klosterneuburger Stift sitzen im Beirat. Und wo sind die vielen anderen, hoffentlich auch zukunftsorientierten Museumshäuser?