Vorhang auf für die Jugend!. Michaela Fleck über Niederösterreichs jungen, engagierten Musiknachwuchs und den Applaus, den der noch dringender braucht.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 01. August 2017 (03:00)

Um den Nachwuchs braucht man sich in Niederösterreichs Musikszene keine Sorgen machen. So viele Musikschüler, aktuell sind es 60.000, hat sonst kein Bundesland. So viele Preisträger, etwa bei Österreichs wichtigstem Nachwuchswettbewerb Prima la Musica, auch nicht. Und ein eigenes Jugendsinfonieorchester, und das schon seit über 40 Jahren, haben andere schon gar nicht.

Woran das liegt? An den Eltern. An den Lehrern. An den 127 Musikschulen. Das liegt aber auch an den Kinder- und Jugendkursen, die Niederösterreichs Festivals schon seit Jahrzehnten anbieten. An der Musikfabrik, die vergangene Woche schon zum 42. Mal junge und jung gebliebene Musikanten Töne und mehr produzieren ließ. An Allegro Vivo, das vor 38 Jahren beim ersten Kammermusikfestival auch gleich den ersten Kinderkurs eröffnete. Und heute noch jeden Sommer ein eigenes Kinderorchester dirigiert. Oder an Vorbildern wie dem European Union Youth Orchestra, in dem Europas beste Musikstudenten – darunter immer wieder Niederösterreicher – durch die Lande reisen, proben und konzertieren.

Was sie alle noch (mehr) brauchen könnten, das ist Applaus. Nicht nur bei Schlusskonzerten. Sondern auch auf großen Bühnen, in „erwachsenen“ Konzertsälen. Dort gehören die Jungen nämlich genauso hin wie die Profis!