Alles gut, in der Kultur? Noch lange nicht!. Über einen überraschend dichten Kultursommer und einen noch immer reichlich unsicheren Kulturherbst in NÖ.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 01. Juli 2020 (02:27)

Offen haben schon wieder (fast) alle. Die kleinen schon länger, die großen unter Niederösterreichs Kunsthäusern ab heute, also: ab 1. Juli. Und zeigen von St. Pölten bis Krems, von Gugging bis Mistelbach und wieder zurück nach Tulln, jetzt alles, was sie erst abgesagt, dann verschoben und zum Teil auch neu aufgestellt haben. Unter Niederösterreichs Sommertheaterbühnen haben zwar die meisten ihre großen Produktionen gleich auf 2021 verschoben.

Spielen werden trotzdem viele. Anderes, Kleineres, Neues, von Aspang bis Weißenkirchen. Und die Festivals? Die haben zwar ihre Programme umgestellt. Und folgen doch eins aufs andere, von Reichenau bis Litschau, vom Semmering bis Lunz, von Horn bis Grafenegg. Also: ziemlich viel Kultur, in diesem Sommer im Corona-Jahr.

Und dann? Kommt der Herbst. Mit rappelvollen Spielplänen im Landestheater, in der Bühne im Hof und im Festspielhaus, im Badener und im Mödlinger Stadttheater, in der Melker Tischlerei und im Tullner Danubium. Nur: Wie, und vor allem: vor wie viel Publikum dort ab September tatsächlich gespielt werden kann, dazu gibt es Ende Juni noch immer keine Vorgaben. Und keine Erlässe. Also auch da: ziemlich viel Kultur, aber auch ziemlich viel Nebel. Und der könnte es in NÖs Kulturszene noch ziemlich kalt werden lassen…