Auf viel verzichten, nur nicht auf seriöse News. Über die Berichterstattung zur Coronakrise.

Von W. Fahrnberger & D. Lohninger. Erstellt am 16. März 2020 (09:28)
Walter Fahrnberger und Daniel Lohninger
NOEN

Als die NÖ Nachrichten vor etwas mehr als zwei Wochen über den ersten Coronavirus-Fall in Niederösterreich berichteten, war klar: Auf unser Land kommt eine ernste Bedrohung zu. Dass diese Bedrohung unser Leben komplett auf den Kopf stellen wird, war damals nicht absehbar. Doch unser Leben hat sich in den vergangenen Tagen komplett verändert:

Nichts, das Anfang der Vorwoche noch selbstverständlich war, gibt es noch – das Konzert im Festspielhaus, das Abendessen im Lieblingswirtshaus, das Fußballspiel in der Nachbar-Stadt oder die Vereinsversammlung im eigenen Ort. Auf all das müssen wir die nächsten Wochen verzichten, unser Leben hat sich schlagartig auf die eigenen vier Wände reduziert.

Dort wird es in den nächsten Wochen auch stattfinden. Zumindest für die meisten von uns: Denn viele Landsleute müssen weiterhin raus aus ihren vier Wänden, um das Überleben der anderen zu sichern – Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Lehrkräfte, Verkäuferinnen und Verkäufer, das Exekutivpersonal, die Beschäftigten und Freiwilligen in den Einsatzorganisationen sowie alle Arbeitskräfte, die unsere Infrastruktur aufrecht erhalten. Ihnen allen muss nicht nur unser Dank, sondern auch unser höchster Respekt gelten.

Durch die neuen Lebensumstände ändert sich in den nächsten Wochen aber nicht nur unser ganzes Leben, es müssen sich auch unsere Informationsgewohnheiten ändern. Denn die vergangenen Tage haben gezeigt, welche Macht die sogenannten Sozialen Medien schon über uns haben – und was passieren kann, wenn wir diese Informationen an uns heranlassen.

Die Hamsterkäufe am Freitag waren ein erschütterndes Beispiel dafür, was passiert, wenn wir an ungeprüfte Informationen glauben. Wir appellieren deshalb an Sie: Vertrauen Sie seriösen Medien wie der NÖN. Unsere über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auch in Zeiten des Homeoffice flächendeckend im ganzen Land direkt vor Ort, stehen in ständigem Kontakt mit den Entscheidungsträgern in Bund, Land und Gemeinden. Sie können sich darauf verlassen, dass wir jede Information auf Herz und Nieren prüfen, bevor wir sie veröffentlichen – täglich auf NÖN.at und einmal pro Woche in der NÖN-Printausgabe.

Ihre Chefredakteure

Daniel Lohninger und Walter Fahrnberger