Der Neubau im Grünen ist ein Auslaufmodell. Über die Initiativen gegen die Zersiedelung und die Notwendigkeit, konsequent zu bleiben.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 20. Januar 2021 (05:25)

Jeder nicht verbaute Quadratmeter ist kostbar. Diese Erkenntnis hat sich zwar noch nicht bis in alle Winkel des Landes durchgesetzt, aber zumindest im Landhaus setzt sie mittlerweile die Standards. Jetzt kommt flankierend zu der im Oktober beschlossenen Raumordnungsnovelle mit dem Energieraumplan ein Pilotprojekt dazu, das in der Folge in allen 573 Gemeinden den Klimaschutz zur entscheidenden Kategorie in der Siedlungsentwicklung machen wird. Der Energieraumplan wird für jede Gemeinde jene Flächen ausweisen, in denen Entwicklung möglich ist. Das wird vorwiegend dort sein, wo es bereits Kanal, Wasser, Datenleitungen und Öffi-Anschluss gibt.

Zumindest in der Theorie ist das nicht nur eine zukunftsweisende, sondern auch eine sehr starke Ansage. Die ist zwar angesichts der Klimakrise – ja, die macht trotz Corona keine Pause – alternativlos. Allerdings sind die Zwänge, die die Zersiedlung förderten, nicht verschwunden. Deshalb ist es wichtig, dass das Land den Weg konsequent weitergeht. Das bedeutet aber, dass aus dem Traum vom neuen Haus im Grünen der Traum vom sanierten Haus oder der Wohnung im Zentrum werden muss. Der Weg dorthin ist kein leichter – vor allem nicht für die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die das ihren Wählerinnen und Wählern erklären müssen.