Der Überfluss wird immer weiter gefördert. Über die Konsumverlockungen und wie ihnen begegnet werden könnte.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 26. November 2019 (04:06)

Der Black Friday steht uns am Freitag wieder ins Haus. Mittlerweile ist die aus den USA importierte Rabattschlacht voll bei uns angekommen. Es wird mit Preisschnäppchen geworben, der Euro sitzt locker. Laut einer aktuellen Umfrage der KMU Forschung Austria wollen rund 1,9 Millionen Österreicher am Black Friday oder am Cyber Monday (dem Start des Weihnachtsverkaufs durch Online-Shops, heuer am 2. Dezember) auf Schnäppchenjagd gehen. Die Einkäufer planen durchschnittliche Ausgaben in Höhe von 220 Euro.

Dieser Konsumwahn stimmt nachdenklich. Gerade in Zeiten, wo die Kaufverlockungen ja an jeder Ecke lauern: Der Moderiese H&M hat etwa kürzlich für den stationären Handel eingeführt, was im Onlinehandel schon möglich ist: Die Kunden können Kleidung aus einem H&M-Store mitnehmen und erst später bezahlen. Verlockend – und gefährlich: Denn das spätere Zahlen verleitet dazu, mehr zu kaufen, als das Konto hergibt.

Und das, obwohl viele (nicht alle!) Österreicher ohnehin schon im Überfluss leben. Anstatt Zeit und Energie auf die besten Black Friday-Aktionen zu verschwenden, sollten wir uns eher darauf fokussieren zu überdenken, was an Produkten wir jetzt wirklich brauchen. Das ist nachhaltig und günstiger.