Die Party im Mittelpunkt.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 14. August 2018 (03:00)

100.000 Menschen kamen kürzlich auf die Donauinsel und Veranstalter Hannes Jagerhofer bilanzierte überschwänglich, dass Wien die Welthauptstadt des Beachvolleyballs sei. Kann man so sehen, muss man aber nicht.

In den kommenden Tagen werden in St. Pölten gar 200.000 Menschen erwartet. Das Frequency steht an. Auf die Idee, St. Pölten zur Welthauptstadt der Musik auszurufen, kommt hoffentlich niemand.

Argumente gäbe es eher dafür, Österreich zum globalen Epizentrum des Feierns zu erheben. Wäre in Wien und St. Pölten nicht eine riesengroße Party garantiert, würden beide Events niemals derart massentauglich sein.

Das muss man jetzt nicht schlecht finden. Die Leute feiern eben gerne. Und das sollen sie auch dürfen. Diejenigen, denen es um die Substanz – den Sport und die Musik – geht, die haben halt Pech gehabt. Sie bekommen das volle Programm. Ob sie wollen oder nicht.