Dumme Clowns.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 01. November 2016 (01:35)

„Alltagssadismus“ nennt Psychoanalytikerin Rotraud A. Perner die Lust von Horrorclowns, sich an der Angst anderer zu delektieren. Stephen Kings Prototyp Pennywise aus „Es“ hat das in den 80ern vorgezeigt, versetzte die sieben Freunde, die sich zum Klub der Verlierer zusammengeschlossen hatten, in sorgsam dosierten zeitlichen Abständen in Angst und Schrecken. Das scheint wieder schick zu sein, denn weltweit tun es ihm jetzt Brüder und Schwestern im Geiste gleich.

Es sind wohl die eigenen Schwächen, die hier auf eine ziemlich perfide Art kompensiert werden. Wie also damit umgehen? Man solle, sagt Perner, die Horrorclowns nicht als Spaßvögel darstellen, die sich was trauen, sondern als gedankenlose Tollpatsche, die sich selbst Schaden zufügen. Denn das ach so lustige Erschrecken kann durchaus strafrechtliche Konsequenzen haben. Wenn das die Ersten zu spüren bekommen, verschwinden die Horrorclowns hoffentlich wieder wie bei Stephen King – im Kanal. -eh-