Durchtauchen bis 2018 kaum mehr möglich. Martin Gebhart über den nun offenen Konflikt im Landtagsklub Team Stronach.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 27. Oktober 2014 (08:38)

Kaum ein Landtagsklub beschäftigt die NÖ Landtagsdirektion so stark, wie jene fünfköpfige Fraktion, die 2013 als Team Stronach eingezogen ist. Es sind aber keine politischen Themen, die für vermehrten Arbeitsaufwand sorgen, sondern nur interne Streitereien und Reibereien, die die Juristen auf Trab halten.

Das reicht vom Streit um den Namen des Klubs – Liste Frank, Team Stronach oder Team NÖ – bis hin zu dem nun eskalierten Konflikt um die Klubfinanzen. Ausgelöst durch einen Brief von Stronach-Mann Walter Laki, der den Landtagspräsidenten und auch Medien mit seinen Zweifeln an einer ordnungsgemäßen Finanzgebarung im Klub eindeckte. Über dem schwebt natürlich auch die Rivalität zwischen jenen Abgeordneten, die sich vom Team Stronach losgesagt haben, und jenen, die noch immer zu ihrem Gründer Frank Stronach und seiner Landesobfrau Renate Heiser-Fischer stehen.

Derzeit ist die Devise der übrigen Landtagsparteien, dass die Konflikte ignoriert werden, weil mit der Wahl 2018 diese Fraktion ohnehin Geschichte sein wird. Allerdings: Bis dahin ist noch viel Zeit und man muss schön langsam darauf aufpassen, dass nicht der Landtag insgesamt in diesen Strudel hineingezogen wird.