Ein Limit könnte eine gangbare Lösung sein. Anita Kiefer über die unterschiedlichen Arten, wie mit Touristenströmen in der Wachau umgegangen werden kann.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 12. Februar 2019 (02:41)

Eine Million Gäste pro Jahr auf knapp über 90 Einheimische im Ortskern. Dass die Wachaugemeinde Dürnstein ein Problem mit den Touristenmassen hat, das weiß jeder, der im Sommer den schönen Ort schon einmal besucht hat. Lösungen müssen her, und die werden seit dem vergangenen Sommer auch von allen Welterbegemeinden in der Wachau erarbeitet. Denn nicht nur Dürnstein ist hochfrequentiertes Touristenziel, auch etwa Melk und Krems erfreuen sich großer Beliebtheit im Fremdenverkehr – eine Herausforderung für die jeweiligen Gemeinden.

Mittlerweile scheint jedenfalls fix zu sein, dass die Touristenströme anders in die Wachau gelenkt werden – Anpassungen bei Führungen oder Schiffsanlegezeiten könnten dies möglich machen. Doch auch andere Maßnahmen stehen zur Diskussion: Ein Besucherlimit und eine Art Welterbeabgabe, ohne dass zu beiden Varianten Details bekannt sind.

Eine Limitierung der Besucherzahlen ist in der Praxis vielleicht schwer umzusetzen, scheint aber eine logische Variante zu sein, um den Besuchermassen Einhalt zu gebieten. Und mit dem Limit könnten die Adaptierung der Schiffsanlegezeiten und eine Anpassung der Routen von Touristenführungen Hand in Hand gehen. Das würde den Ortskern und damit die Einheimischen am meisten entlasten.