Ein Neustart für die NÖ Arbeiterkammer. Martin Gebhart über die bevorstehende Wahl von Markus Wieser zum Präsidenten.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 16. Juni 2014 (08:26)

Die Ausgangslage war klar, die Handlungsweise nicht. Mit der Arbeiterkammerwahl behielt Präsident Markus Wieser trotz geringer Verluste mit seinen sozialdemokratischen Gewerkschaftern klar die absolute Mehrheit, die Volkspartei verteidigte ihre Mandate und damit den zweiten Platz. Was das für die künftige Arbeitsweise im NÖ Arbeitnehmerparlament bedeutet, das musste jetzt erst in einigen Gesprächen geklärt werden.

Immerhin war der Wahlkampf diesmal um einiges härter geführt worden als bei den Urnengängen davor, immerhin hatte noch im November der Großteil der Vertreter der Volkspartei beim Präsidentenwechsel nicht für Markus Wieser gestimmt. Und einige VP-Hardliner waren auch für die Beibehaltung eines strikten Konfrontationskurses. Durchgesetzt haben sich aber jene, die für den konstruktiven Weg in der Kammer sind. Somit wird Markus Wieser am Dienstag auch die Stimmen der Volkspartei erhalten.

Für die Arbeitnehmerschaft, für das Land ist ein gemeinsamer Weg sicherlich sinnvoller. Gerade in einer Zeit, wo auch auf Landesebene dieser Weg gegangen wird. Die Volkspartei wird aber genau darauf schauen müssen, dass sie dennoch einige ihrer Positionen durchsetzt, um glaubwürdig zu bleiben.