Eine Messlatte für die heimische Politik. über das Bekenntnis auf Bundes- und Landesebene zum Ausbau des Radverkehrs.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 14. Januar 2020 (02:20)

Fast 40 Prozent der Wege, die in NÖ mit dem Auto zurückgelegt werden, sind nicht länger als fünf Kilometer. Eine absurd hohe Zahl. Denn die Alternative – neben dem Fußmarsch – dazu ist kostengünstig, umweltschonend und gesundheitsfördernd: das Rad. Fünf Kilometer sind eine Strecke, die ein Großteil der Bevölkerung ohne Schwierigkeiten auf dem Rad absolvieren kann. Um das möglich zu machen, braucht es aber vor allem eins: ein gut ausgebautes Radwegenetz. Denn ohne ein solches kann die Ausfahrt mit dem Rad schnell gefährlich werden, etwa auf engen Straßen oder an unübersichtlichen Stellen.

Laut dem Programm der neuen Bundesregierung soll der Radverkehrsanteil bis 2025 von sieben auf 13 Prozent ausgebaut werden. Außerdem muss der Radverkehr bei allen zukünftigen Infrastrukturinvestitionen für Straßen, Bahnhöfe, Wohn-/Städtebau in der Raumplanung berücksichtigt werden. Genaue Maßnahmen gibt es jedoch noch nicht. In NÖ soll ein neues Förderkonzept erarbeitet werden, für heuer stehen für den Ausbau des überörtlichen Radwegenetzes jedenfalls drei Millionen Euro zur Verfügung. Ein guter Anfang. Die Wähler werden die Politik künftig auch daran messen, wie schnell sie die Maßnahmen liefert – und diese umsetzt.