Eine Saison auf dem Siegespodest. Bernhard Schiesser über den Saisonstart von Kathrin Zettel. Auf den ersten Blick steht Kathrin Zettel da, wo sie im Laufe ihrer Karriere sehr oft stand, nämlich einen Schritt neben dem Stockerl.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 28. Oktober 2014 (00:01)

Auf den ersten Blick steht Kathrin Zettel da, wo sie im Laufe ihrer Karriere sehr oft stand, nämlich einen Schritt neben dem Stockerl. Der Saisonauftakt in Sölden bedarf aber doch einem genaueren Blick. Es war nämlich alles andere als ein kreuzbraver vierter Platz, von denen Zettel schon so viele ablieferte.

Die Göstlingerin hätte das erste Rennen der Saison gewinnen können. Im schwierigen Steilhang fuhr sie der Konkurrenz um die Ohren – auch den späteren Ex-Aequo-Siegerinnen Anna Fenninger und Mikaela Shiffrin. Sie löste im abschließenden flachen Zielstück aber die Handbremse zu spät und büßte ihren Vorsprung noch ein.

Die oft durch Verletzungen zurückgeworfene Zettel bestätigte vor dem Saisonstart im NÖN-Interview, dass sie endlich schmerzfrei sei. Seit Samstag weiß sie auch, dass sie schnell ist, sehr schnell sogar. Das sind die besten Voraussetzungen dafür, dass die 28-Jährige eine tolle Saison hinlegt. Eine, in der sie öfter auf dem Stockerl als daneben steht. Drauf hat sie es.