Entwicklung, die Sorge macht

Erstellt am 10. August 2022 | 04:52
Lesezeit: 2 Min
Über die 0,5-Promille-Grenze und Alkohol-Unfälle.
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Wer 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut hat, darf kein Auto lenken. Das beschloss der Nationalrat vor 25 Jahren. Mit der Einführung der verschärften Promillegrenze wollte man auf die hohe Zahl an tödlichen Unfällen reagieren.

Blickt man auf die Zahl der Verkehrstoten, sieht man einen Erfolg: Die Kurve geht nach unten. Für die meisten Jungen ist „Don’t drink and drive“ heute klar. Geschichten der Großeltern-Generation, wonach betrunkenes Fahren früher normal war, kosten ihnen ein entsetztes Kopfschütteln.

Für alle gilt das aber nicht, wie die neuste Entwicklung beweist: Während es insgesamt weniger Unfälle gibt, waren heuer so viele wie lange nicht auf Alkohol zurückzuführen. Experten sehen auch die aktuellen Krisen als Grund.

Das gibt Anlass zur Sorge und braucht vollste Aufmerksamkeit. Neuerliche Kampagnen, striktere Kontrollen und eine Analyse der Ursachen sind nötig. Nur dann waren die Bemühungen der vergangenen 25 Jahre nicht umsonst.