Frühstücksfrust. Frenkie Schinkels über NÖ-Abstiegsderby.

Von Frenkie Schinkels. Erstellt am 18. Mai 2015 (11:59)

Es war angerichtet in der Südstadt. Über 8.000 Zuschauer strömten zum NÖ-Derby. Die Marketingidee - freier Eintritt für alle Zuschauer in Rot - fand ich übrigens genial. Gratulation an die Admira. Dass das Spiel nicht das hielt, was man sich vom ihm versprach, wunderte mich nicht. Jeder im Stadion spürte, welcher Druck auf den Spielern lastete. Mir war klar, dass da kein Leckerbissen rauskommen kann.

Wiener Neustadt war erste Halbzeit besser. Nach der Pause schlief das Spiel ein. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass beide mit dem 0:0 zufrieden waren.

Dass Oliver Lederer und die Admira das so sehen, ist mir klar. Mit dem Unentschieden bleibt alles beim Alten: Drei Punkte Vorsprung und ein „Extrapunkt“ aufgrund des Torverhältnisses – das ist komfortabel.

Ich habe versucht, mich in Helgi Kolvidsson hineinzufühlen. Einerseits: Klar, bei einer Niederlage wäre alles vorbei gewesen. Deshalb fehlte das letzte Risiko. Andererseits: Mit dem 0:0 bleibt alles gleich, nämlich beschissen. Wiener Neustadt muss aus den letzten drei Spielen zumindest zwei Siege holen, um eine realistische Chance zu haben. Wiener Neustadt hätte mehr riskieren müssen. Ich glaube, Kolvidsson wird das am Sonntag beim Frühstück genau so sehen und sich ärgern.