Fünf Zentren sind zu wenig

Über die verfehlten Ziele in der Primärversorgung.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 05:19
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Man bekommt rasch einen Termin auch an Randzeiten, Befunde erhält man meist sofort: Für Patienten ist die Behandlung im Primärversorgungszentrum St. Pölten herrlich unkompliziert. Entsprechend gut wird es genutzt.

Das Konzept der PVZ mit breiten Öffnungszeiten und mehreren Medizinern wie Therapeuten in einem Haus hat sich also bewährt. Die Ziele für NÖ wurden trotzdem verfehlt. Statt der angepeilten 14 Zentren 2021 gibt es nur fünf.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Einigen Ärzten ist die Millionen-Investition in ein PVZ ein zu großes Risiko, andere schrecken zähe Vorbereitungen ab.

Will man die Gründung weiterer Zentren ankurbeln, muss man bürokratische Hürden abbauen und mehr finanzielle Anreize schaffen. Schließlich bieten PVZ nicht nur Vorteile für Patienten, sondern helfen auch dabei, Probleme im Gesundheitssystem zu lösen: Sie entlasten Spitals-Ambulanzen und schaffen ein modernes Arbeitsumfeld für händeringend gesuchte Landärzte.