Gejammert wird eben doch immer. Über den neuen Service, der Bargeldbehebung auch beim Wirt möglich machen wird.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 27. August 2019 (05:29)

Wie groß ist die Empörung doch, wenn wieder in einem entlegenen Ort ein Bankomat geschlossen wird. Meistens sind die Menschen zu Recht verzweifelt, keine Frage – ausreichende Infrastruktur ist essenziell, gerade in ruralen Gebieten.

Aber: Jetzt gibt es mit der Idee, Geldbehebung beim Wirt und beim regionalen Einzelhändler möglich zu machen, den nächsten Aufschrei: „Aber der Datenschutz, bitte, wir werden immer gläserner!“ und „An die Öffnungszeiten ist man ja auch gebunden!“ Diese und viele ähnliche Kommentare waren in Sozialen Medien zu dem Thema zu lesen.

Es war zu erwarten: Jetzt, wo es eine Lösung für den Bankomat-Schwund gibt, wird weiter gejammert. Natürlich, diese Lösung hat nicht nur Vorteile. Behebung rund um die Uhr ist nicht drin, und es muss beim Wirt oder Einzelhändler konsumiert werden, um Geld ausgezahlt zu bekommen.

Auch unbehelligte Geldbehebung ist so nicht wirklich möglich – die Stammtisch-Crew beim Wirt kann sich künftig fleißig den Kopf darüber zerbrechen, was denn der Helmut oder die Susi mit den 200 Euro in Bar anstellt, die er oder sie regelmäßig behebt. Gemessen an der Alternative – gar keine Möglichkeit zur Geldbehebung zu haben –, ist das aber verkraftbar.