Schulanfang. Über den Start der Zeit des Lernens, die aber viel mehr bedeutet.

Von Pius Maurer. Erstellt am 03. September 2019 (04:31)

Der Schulanfang geht wohl an niemandem in unserem Land spurlos vorbei. Er betrifft vor allem die Kinder und Jugendlichen, für die wieder eine Zeit intensiven Lernens beginnt; ebenso betroffen sind die Lehrer, die in der Schulzeit den Schülern Wissen und Lebensweisheit mitzugeben versuchen, und die die dazu nötige Vorbereitungsarbeit leisten.

Der Schulanfang betrifft auch Eltern, Großeltern und manchmal auch andere Verwandte der Schüler, vor allem wenn sie miteinbezogen sind in Abholdienste oder einfach nur ihren jungen Zeitgenossen zuhören, die über ihre Erlebnisse in der Schule sprechen. Und selbst wer keine Schüler in der Familie hat, begegnet mitunter Kindern und Jugendlichen, die auf dem Weg zur oder von der Schule sind.

Dass die Schule nicht nur auf bloße Wissensvermittlung angelegt ist, wird deutlich durch gemeinschaftsfördernde Aktionen, soziale, kulturelle und sportliche Elemente. Dem Religionsunterricht kommt, einhergehend mit der Vermittlung wesentlicher Informationen zur Religion eine wichtige Rolle bei der Herzensbildung, bei der Lebensorientierung und bei der Gemeinschaftsförderung zu.

Gut vorbereitete Schulgottesdienste stärken die Gemeinschaft und vermitteln geistliche Kraft und Zuversicht. Der Schulanfang erinnert auch daran, dass jeder Mensch sein ganzes Leben lang hinzulernen kann, weil er nie alles weiß. Dieses lebenslange Lernen, die „Schule des Lebens“, endet nicht mit der Aushändigung des Zeugnisses der letzten Schulklasse. Sie dauert das ganze Leben lang. Sie lehrt mit Erfolgen und Misserfolgen, mit Freud und Leid, mit herausragenden Erlebnissen und mit viel Alltag, mit Vertrauensbeweisen und mit Enttäuschungen von Mitmenschen.

Auch in der Schule des Lebens gibt es Gemeinschaftserlebnisse, Hilfen zur Lebensorientierung und zur Herzensbildung. Auch in der Schule des Lebens ermöglichen Gottesdienste, die helfende Nähe Gottes zu erfahren.