Zeichen der Hoffnung. Abt Maximilian Heim (Stift Heiligenkreuz) lädt zur Heiligenkreuzer Lichterprozession am 14. August ein.

Von Abt Maximilian Heim OCist. Erstellt am 06. August 2019 (05:31)

Fast 900 Menschen, junge und alte, gesunde und kranke, haben sich in den vergangenen Jahren am Vorabend von Mariä Himmelfahrt (14. August) in Heiligenkreuz eingefunden.

Vom Stiftshof pilgern sie bei Einbruch der Dunkelheit (20.30 Uhr) mit Kerzen in den Händen gemeinsam zur nahe gelegenen neuen Lourdes-Grotte am Sattelbach an der Badener Straße. Begleitet durch die Freiwillige Feuerwehr werden sie an der Grotte von der Musikkapelle Heiligenkreuz festlich empfangen. Die Prozession wird in diesem Jahr von Abt Johannes aus dem Zisterzienserstift Zwettl geleitet, der auch Festprediger ist.

Dankbar können wir heuer den neu gestalteten Vorplatz zur Grotte einweihen. Viele Menschen werden mittlerweile von diesem Kraftort angezogen. Das stimmungsvolle Ambiente erinnert an das französische Lourdes: die Felsenwand, die Grotte mit der Madonna, der Altar, das fließende Wasser, die Lichterprozession. Wie Papst Franziskus sagt, bergen die einfachen Formen der Volksfrömmigkeit oft ein tiefes Wissen um den Glauben, der in den Menschen tief verwurzelt ist. Das Licht in der Dunkelheit ist ein uraltes Symbol der Hoffnung und wächst, wenn die Flamme von Kerze zu Kerze weitergegeben wird, um das Dunkel der Nacht zu vertreiben. An diesem Vorabend von Mariä Himmelfahrt werden auch duftende Kräuter und Blumen gesegnet, die daran erinnern, dass Maria am Ende ihres irdischen Lebens von Gott mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde und nicht der Verwesung anheimfiel.

Maria leuchtet uns voran auf unserem Pilgerweg des Glaubens als der Stern der Hoffnung, damit auch wir den Weg zu Gott finden. Wie viele Menschen erfahren gerade im Blick auf Maria an den Gnadenorten wie Lourdes, Fatima oder Međugorje Orientierung in ihrem Leben. Mit dem Licht im Herzen gehen sie zurück in ihren Alltag in der Gewissheit, dass sie nicht allein sind.