Das Licht verkünden. Michael Proházka, Vizerektor des Collegium Orientale Eichstätt, über die Hoffnung, dass sich am Ende das Gute durchsetzen wird.

Von Michael Proházka. Erstellt am 28. Juli 2021 (05:14)

Zu meiner absoluten Lieblingsband zählte in meiner Jugend die US-amerikanische Rockband aus Kalifornien, Creedence Clearwater Revival und ihr Leadsänger John Fogerty. Im Jahre 1969 – ich war damals knappe 13 Jahre alt – veröffentlichten sie die überaus erfolgreiche Single „Bad moon rising“.

Dieser Song beschreibt eine apokalyptische Welle hereinbrechender Naturkatastrophen, wie wir sie 52 Jahre später alle hautnah erleben. Und immer wieder lautet der Refrain „there’s a bad moon on the rise“, was eigentlich „herannahendes Unheil“ bedeutet. Zweifelsohne sind es keine guten Zeiten, über die so viel geschrieben, gesprochen und diskutiert wird. Und in diesem öffentlichen Diskurs wechselt sich die Corona-Thematik mit der Klimakrise in regelmäßigen Abständen ab, sodass man den Eindruck gewinnt, es gäbe keine anderen Themen mehr!

Ohne den Ernst der Lage herunterzuspielen: uns Christen/innen ist aufgetragen, das Licht am Ende des Tunnels wahrzunehmen und zu verkünden! In wenigen Tagen werde ich wie alle Jahre auf meine Lieblingsinsel Patmos fahren, jene griechische Insel, auf der der Überlieferung nach der Evangelist Johannes die „Apokalypse“ empfangen hat. Dieses „letzte Buch“ des Neuen Testaments schildert in eindringlichen Bildern die vielfältigen Bedrängnisse, die über die Menschheit hereinbrechen.

Diese Schrift handelt vom Glauben und der Hoffnung, dass sich schlussendlich das Gute, Wahre und Schöne durchsetzen wird und den Sieg über alles Böse und Dunkle davonträgt. Im vorletzten Kapitel lesen wir: Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen… Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal.

Denn was früher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. – Lassen wir uns trotz allem diese Hoffnung nicht nehmen, und werden wir zu Verkündern dieser unzerstörbaren Hoffnung, die sich auf Christus, den auferstandenen und erhöhten Herrn gründet!