Ermutigung für Neues

Bischof Alois Schwarz darüber, Neues in einer Atmosphäre der Ermutigung zu erleben.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 05:59
Lesezeit: 1 Min

Vor Kurzem haben wir ein neues Jahr begonnen. Damit wird uns ein noch nicht belebter (Lebens-)Raum geschenkt. Es liegt an uns, diesen schöpferisch zu gestalten und mit unseren Lebensspuren zu befüllen. Jeder Neuanfang birgt die Sehnsucht, alte Fehler zu vermeiden und das Neue möglichst lange ohne Bitterkeit und Betrübtheit zu erleben.

Doch wie kann so etwas gelingen, wenn das Alte noch nicht abgeschlossen ist, wenn wir täglich mit ausweglosen Zahlen, Statistiken und entmutigenden Nachrichten konfrontiert sind? Eine Möglichkeit könnte sein, darauf zu achten, welchen Menschen, Situationen und/oder Erfahrungen man im kommenden neuen Jahr begegnen möchte. Es kann helfen, wachsam zu beobachten, worauf man seinen Blick oder sein Interesse hinwenden möchte.

Ein Leben aus dem christlichen Glauben bietet ein ermutigendes Konzept. Die Haltung Jesu, aus der wir lernen dürfen, spiegelt die Ermutigung wider. Es braucht den Mut, Dinge auszuprobieren und neue Wege zu gehen. Das kann man beispielsweise beim gewohnten Weg zur Arbeit einüben. Wählen Sie andere Möglichkeiten, um zur Arbeit zu kommen. Sie werden staunen, welche neuen und lebensfrohen Perspektiven oder Augen-Blicke sich dabei auftun können.

Ich möchte Sie ermutigen, dass alle Erfahrungen – wie schön oder schwer sie auch sein mögen – ihre Bedeutung für Ihre persönliche Lebensbiographie haben. Mögen Sie Menschen beim Ausprobieren neuer Wege ermutigen und begleiten.