Freude an den Blumen. Über den Mai als Blumen- und Marienmonat.

Von Pius Maurer. Erstellt am 06. Mai 2020 (04:40)

Der Mai ist der Blumenmonat. Blumen gibt es natürlich das ganze Jahr hindurch. Im Mai lässt die Natur hierzulande aber besonders viele Blumen bunt aufblühen und kleidet selbst die Bäume in herrliche Blütenpracht. Sehr passend ist es, dass am zweiten Maisonntag der Muttertag ist. An ihm spielen Blumen eine große Rolle, wenn Müttern und Großmüttern in vielen Familien mit einem Blumengruß Freude bereitet wird: und hoffentlich auch mit vielen anderen Zeichen der Dankbarkeit, und nicht nur am Muttertag, heuer freilich etwas beeinträchtigt aufgrund der notwendigen Vorsicht um Corona.

Dass der Mai manchmal auch als Marienmonat bezeichnet wird, hat eine mehrfache geistliche Begründung. In der katholischen Tradition wird die heilige Jungfrau und Gottesmutter Maria selbst mit Blumen verglichen, die im Mai schon blühen können: vor allem mit einer Rose (Symbol der Liebe) oder einer Lilie (Symbol der Reinheit). Marienaltäre und Marienbilder werden vor allem im Mai mit Frühlingsblumen geschmückt.

Maria gilt bei manchen Theologen als „Frühling der Heilsgeschichte“, weil sie am Anfang des Lebens Jesu auf Erden eine außerordentliche Rolle hatte. Marienverehrer sehen sie gerne als Mutter der Christenheit und widmen ihr, der Mutter, den Blumenmonat Mai. Sie gilt als Mutter Christi, aber – gemäß alten katholischen Überzeugungen – auch als Mutter der Christen, die vom Himmel her eine mächtige Fürsprecherin ist.

Ein berühmtes marianisches Meditationsgebet ist übrigens nach Blumen benannt: der Rosenkranz. Mögen die verschiedenen Gebete, die im Monat Mai von Menschen in den Himmel gesandt werden, auch mithelfen, dass unsere Welt sich immer wieder neu und vielfach dem Segen Gottes öffnet, dass viele Probleme zum Guten gewendet werden und dass sich viele Menschen – trotz aller Sorgen – auch an kleinen Dingen, wie zum Beispiel an Blumen, freuen und damit Gott, den Schöpfer, ehren.