Letzte Tage im Kirchenjahr

Der Abt von Stift Lilienfeld, Pius Maurer, über unsere begrenzte Welt.

Erstellt am 24. November 2021 | 05:36

Die Woche vor dem Advent bildet die letzte Woche des Kirchenjahres. Am Ende des Kirchenjahres ist in der Liturgie der Kirche viel von Begrenztheit und Ende der Welt zu hören. Es soll damit ausgedrückt werden: Der Mensch hat nicht alles in der Hand. Er hat seine Grenzen. Er ist sterblich und vergänglich.

Die derzeitigen Herausforderungen und Krisen erinnern den Menschen auch daran. Es genügt da, auf die Corona-Epidemie zu verweisen, die derzeit Österreich besonders hart trifft; und auf die Klimakrise, die auch in den nächsten Jahrzehnten ein zentrales Thema sein wird.

Es ist wichtig, dass die Menschen alles tun, was ihnen möglich ist, um diese Krisen zu bewältigen. In der Corona-Krise bedeutet das, alle sinnvollen Möglichkeiten zu nützen, die dem Corona-Virus Einhalt gebieten. Die Klimakrise verlangt von den Menschen der ganzen Welt eine starke Umstellung, um die Ursachen der Klima-Erwärmung zu verringern. Die Herausforderung bei diesen Krisen ist so riesig, dass bei ihrer Bewältigung Fehler und Misserfolge vorkommen. Der Mensch hat – bei allem technischen und medizinischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte – viele Grenzen. Diese Welt ist nicht das Paradies.

Es tut gut, daran zu denken, dass es auch eine andere Welt gibt jenseits unserer irdischen, begrenzten Welt. Von dorther können wir Kraft und Segen erbitten. Auch das hilft mit, die Probleme unserer Zeit zu bewältigen.