Papst Franziskus und sein Umwelt-Einsatz. Pius Maurer OCist., Abt des Zisterzienserstiftes Lilienfeld, zum Papstbesuch in Ungarn und in der Slowakei.

Von Pius Maurer. Erstellt am 15. September 2021 (04:37)

Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass Papst Franziskus Mitte September Ungarn und die Slowakei besucht. So nah wie in diesen Tagen ist Papst Franziskus noch nie an Österreich herangekommen. Er steht dennoch vielen Menschen in Österreich schon seit Beginn seiner Amtszeit nah. Das gilt sogar, obwohl er von einem ganz anderen Kontinent stammt. Seine unkonventionelle Art, seine Bescheidenheit und seine Unangepasstheit machen ihn bei vielen sympathisch.

Dass ein einzelner Papst nicht alle Probleme der Kirche in wenigen Jahren aus der Welt schaffen kann, ist für Realisten klar. Papst Franziskus versucht jedenfalls, diese riesige Gemeinschaft von einer Milliarde Katholiken, so gut es geht, zu reformieren, in den diversen Herausforderungen seelsorglich zu begleiten und ihr viele neue Impulse mitzugeben.

Mittlerweile steht Papst Franziskus bereits seit acht Jahren an der Spitze der katholischen Kirche. Mich persönlich beeindruckt besonders sein Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung. Mit seinem Rundschreiben „Laudato si“, aber auch in anderen Appellen, fordert er die ganze Menschheit zur Rücksichtnahme auf die Schöpfung auf. Dieses Rundschreiben ist nach den Anfangsworten des Sonnengesangs des heiligen Franz von Assisi benannt. Es ist bereits 2015 erschienen.

Papst Franziskus geht es darum, die ganze Welt als ein „gemeinsames Haus“ zu betrachten. Eindringlich ruft er die ganze Welt auf, zusammenzuarbeiten beim Einsatz zur Bewahrung der Schöpfung. Ein ehrlich praktizierter christlicher Glaube drängt aus seiner Sicht zur Rücksichtnahme auf die Umwelt. Er empfiehlt einen bewussteren Lebensstil und Genügsamkeit, die Freude und Frieden im Herzen bringen.

Auch frühere Päpste haben diese Thematik bereits angesprochen. Doch nie ist das in der Geschichte der Päpste so deutlich und eindringlich geschehen wie durch Papst Franziskus.