Wunschzettel Gottes. Abt Thomas Renner (Stift Altenburg) über Weihnachten als Fest der Freude und der Wünsche.

Von Abt Thomas Renner. Erstellt am 05. Dezember 2017 (00:02)

In den Berichten der Frohen Botschaft ist immer wieder von der Freude die Rede. Freude lässt sich nicht einfach befehlen, genauso wenig wie Dankbarkeit. Das Evangelium behauptet, die Freude sei sogar ein weihnachtliches Geschenk Gottes. Das sollen wir uns gerade in diesen Tagen des nun beginnenden Advents immer wieder in Erinnerung rufen, das dürfen wir nicht vergessen. Das Christentum beginnt mit dem Ruf vom Himmel: „Fürchtet euch nicht, ich verkünde euch eine große Freude!“

Darum feiern wir alle auch Weihnachten so gerne, trotz aller notwendigen Vorbereitungen und Hektik in diesen adventlichen Tagen, weil eben Weihnachten – das Fest der Geburt Jesu – eine Quelle für ein Leben in Freude ist.

Und wer von uns wünscht sich nicht ein solches Leben in Freude?

In diesen Tagen des Advents werden wohl wieder unzählige Wünsche aufgeschrieben, in der Hoffnung, dass sie auch zum Weihnachtsfest erfüllt werden. Welche Wünsche hat aber eigentlich Gott, auf dessen Kommen wir uns vorbereiten? Welchen Wunsch würde er mir gegenüber aussprechen, wenn das so einfach vorstellbar wäre. Welchen Wunsch würde er mir aufschreiben? Welchen sollte ich ihm zum heurigen Christfest erfüllen?

Wenn Gott einen Weihnachtswunsch bei mir frei hätte, dann würde er sich wohl heuer von mir Folgendes wünschen:

Wenn wir uns in diesen Tagen des Advents mit dieser Frage beschäftigen, dann entdecken wir dabei vielleicht etwas unerwartet Großartiges. Denn Gottes Wünsche sind letztlich immer Wünsche zum Wohle und zur Freude von uns Menschen.

Vielleicht gelingt es jedem Einzelnen von uns, mir genauso wie dir, in diesen Tagen des Advents wenigstens einen Wunsch Gottes zu erfüllen!